Israel entführt militante Palästinenser aus Krankenhaus

27. August 2003, 19:16
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Armee rückt in Jenin ein

Jenin/Nablus - Die israelische Armee ist am Dienstagmorgen in die Palästinenserstadt Jenin im nördlichen Westjordanland eingerückt. Bei der Militäraktion sei mindestens ein Palästinenser während eines Schusswechsels verletzt worden, teilten Augenzeugen und palästinensische Sicherheitskräfte mit. Die israelischen Soldaten seien mit etwa 25 Geländewagen in die Stadt eingefahren, hätten eine Ausgangssperre verhängt und mit Durchsuchungen von Häusern begonnen.

Eine Gruppe von israelischen Soldaten in Zivil hat unterdessen am Dienstag zwei militante Palästinenser aus einem Krankenhaus in Nablus entführt. Die Mitglieder der Al-Aksa-Brigaden waren am Freitag bei einer Schießerei mit Truppen im Westjordanland verletzt worden. Die Soldaten drangen nach Angaben eines Arztes in die Intensivstation des Rafidijeh-Hospitals ein und trugen die Männer auf Bahren in einen wartenden Krankenwagen. Der 27-jährige Othman Yunis und der 25-jährige Fahid Bani-Odeh wurden nach Informationen aus Armeekreisen in ein Krankenhaus nach Israel gebracht. Yunis wird die Beteiligung an mehreren Anschlägen vorgeworfen, bei denen mindestens zehn Menschen getötet wurden. (APA/AP)

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