Pflegebedarf steigt weiter stark an

26. August 2003, 14:51
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Bis 2020 um ein Drittel mehr Hilfsbedürftige

Wien - Die Zahl der Pflegegeldbezieher hat einen neuen Höchststand erreicht: 283.071 pflegebedürftige Personen haben im Juli Pflegegeld bezogen (plus 50.000 weitere in den Ländern). Und es werden aufgrund der demografischen Veränderungen von Jahr zu Jahr mehr. Bei der Einführung des Pflegegeldes 1993 startete man mit 230.000 Beziehern.

Die Statistik Austria schätzt, dass die Zahl pflegebedürftiger Menschen in den nächsten zwei Jahrzehnten um ein Drittel auf mehr als eine halbe Million ansteigen wird. Dadurch werden nicht nur die unmittelbaren Kosten für das Pflegegeld (2001 waren es 1,3 Milliarden Euro) steigen. Das gesamte Sozial- und Gesundheitssystem wird adaptiert werden müssen.

Die Höhe des Pflegegeldes ist - je nach Pflegebedarf - in sieben Stufen eingeteilt (von 145,4 bis 1531,50 Euro). Laut Hauptverband der Sozialversicherungen erhielten 4202 Personen den Höchstbetrag von Stufe VII. Das durchschnittliche Pflegegeld betrug zuletzt 387 Euro monatlich. Seit sieben Jahren wurde das Pflegegeld nicht mehr erhöht. Auch 2004 wird es keine Anpassung geben. (APA, nim/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25.8.2003)

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