Razzien in Tikrit

26. August 2003, 20:41
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Sieben Verdächtige festgenommen - Waffenlager entdeckt

Tikrit - Amerikanische Soldaten haben bei Razzien in der Heimatstadt des gestürzten irakischen Staatschefs Saddam Hussein sieben Verdächtige festgenommen. Fünf der Festgenommenen seien für Anschläge auf US-Truppen verantwortlich, erklärten die amerikanischen Streitkräfte am Montag. "In den vergangenen Wochen haben wir jede Menge wichtige Leute gefasst. Deshalb werden für ihn (Saddam) und alle anderen Schurken die Verstecke knapp", sagte US-Oberst James Hickey.

Die Aktion in Tikrit habe sich gegen Mitglieder der einstigen Fedayin-Miliz gerichtet, erklärten die US-Streitkräfte. Einige Verdächtige würden noch gesucht. Ihnen wird vorgeworfen, regionale Zellen der Fedayin organisiert und den Guerillakrieg gegen die US-Truppen angeführt zu haben. Amerikanische Soldaten seien in Tikrit nicht verletzt worden, hieß es weiter.

Angriff

Drei US-Soldaten wurden unterdessen bei einem Angriff auf ihren Konvoi in der Nähe von Falluja rund 50 Kilometer westlich von Bagdad verletzt. Drei Mal wurde mit Panzerfäusten auf die US-Soldaten gefeuert, berichtete ein Augenzeuge. Nach dem Anschlag hätten US-Soldaten die Straße mit zwei Panzern abgesperrt. US-Militärsprecherin Josslyn Aberle erklärte, am Montagmorgen wurden zwei Iraker verletzt, die mit ihrem Auto einem Kontrollpunkt ausweichen wollten. Die Soldaten hätten das Feuer eröffnet und das Fahrzeug beschädigt. Die beiden Männer seien behandelt und ihn Gewahrsam genommen worden. Südlich von Bagdad entdeckten Soldaten außerdem ein riesiges Waffenlager mit Granaten und Sprengstoff.

In Najaf beerdigten Angehörige drei Wachleute, die bei einem Bombenanschlag auf den Schiitenführer Mohammed Said el Hakim am Sonntag ums Leben gekommen waren. Zahlreiche Mitglieder der Familie Hakims wurden verletzt, er erlitt Schürfwunden. Mehrere tausend Schiiten trauerten um die drei Opfer des Bombenanschlags. (APA/AP/Reuters/sda)

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