Vor 100 Jahren in Wien geboren: Max F. Perutz, Nobelpreisträger

17. Mai 2014, 12:02
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Der gebürtige Wiener leistete als Biochemiker und auch als Forschungsorganisator Historisches

Wien - In Österreichs Bundeshauptstadt ist eine große molekularbiologische Forschungseinrichtung nach ihm benannt und in der Antarktis ein Gletscher. Denn nebenbei hat sich Max F. Perutz auch noch als Glaziologe betätigt.

Weltberühmt wurde der Biochemiker, der am 19. Mai vor 100 Jahren in Wien geboren wurde, aber für die Entschlüsselung des Hämoglobin-Moleküls. Das trug ihm 1962 auch den Nobelpreis für Chemie ein. Diese Arbeit "mag viel Ausdauer und harte Arbeit benötigt haben, aber vergleichsweise wenig Vorstellungskraft", sagte der Forscher bei seiner Dankesrede in Stockholm mit der für ihn typischen Bescheidenheit.

Perutz stammte aus einer Familie jüdischer Textilfabrikanten. In Wien besuchte er das Theresianum und studierte an der Uni Wien, ehe er für seine Dissertation nach Cambridge ging. Dort gründete Perutz, der 1943 die britische Staatsbürgerschaft erhielt, nach dem Zweiten Weltkrieg die Abteilung für Molekularbiologie, in der er nicht nur als Biochemiker, sondern auch als Forschungsorganisator Herausragendes leistete.

Unter seiner Leitung gingen dort sechs Nobelpreisträger hervor, darunter die Entdecker der DNA-Doppelhelix, James Watson und Francis Crick. Perutz starb 2002 in Cambridge. (red, APA/DER STANDARD, 10. 5. 2014)

  • Leistete als Biochemiker und auch als Forschungsorganisator Historisches: Max F. Perutz.
    foto: apa/eggenberger

    Leistete als Biochemiker und auch als Forschungsorganisator Historisches: Max F. Perutz.

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