Jupiter-Jones-Sänger Nicholas Müller hört auf

16. Mai 2014, 17:09
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Nachfolger wird am Montag bekanntgegeben

Münster - Mit einem Brief hat sich Nicholas Müller (32) als Sänger von Jupiter Jones bei seinen Fans verabschiedet. "Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man ehrlich zu sich selbst und allen anderen sein sollte", schreibt er in einem Brief, der am Freitag veröffentlicht wurde. "Der Punkt, an dem ein 'Ich kann nicht mehr' die einzige Lösung und völlig legitim ist."

Der gebürtige Eifeler leidet seit Jahren an einer Angststörung. Seit Mittwoch ist bekannt, dass er deswegen die Band verlässt. "Es waren zwölf fantastische Jahre." Jupiter Jones hatte sich 2002 nahe der Eifelstadt Prüm in Rheinland-Pfalz spontan auf einer Party gegründet.

Diese Krankheit sei "eine ekelige Angelegenheit", teilte Müller mit. Sie sei "viel weiter verbreitet als manch einer so denkt und es muss mehr darüber gesprochen werden. Dringend". Sie habe die Band und alle Beteiligten in der Vergangenheit stark belastet. Nichts mache "müder und mürber als Ungewissheit und ständiges Straucheln. Rennen und Stolpern". Nie sei wirklich klar gewesen, wie und wie lange er belastbar sein konnte, schrieb Müller.

Im März hatte Jupiter Jones ("Still") wegen seiner Erkrankung die Tournee abgesagt. Die Band macht jetzt ohne ihren langjährigen Sänger weiter: Am Montag (19. Mai) soll laut dem Manager der Band der neue Sänger bekanntgegeben.

"Ich werde Euch vermissen", teilte Müller seinen Fans mit. Er wünsche sich, dass sie der Band auch weiterhin treublieben. Vom 4. Juni bis 29. August gehen sie auf Festival-Tour. Auf Facebook bedauerten Hunderte Fans den Ausstieg von Müller, zeigten aber dafür Verständnis.

Er selbst werde sich nun um seine Genesung kümmern, schreibt der 32-Jährige. "Und natürlich auch weiter um die Musik. Ich kann ja sonst nix. Ich will auch sonst nix." Er appellierte an seine Fans: "Freunde, lasst Euch helfen, wenn Ihr Hilfe braucht. Für Euch und Eure Lieben. Es ist nichts normaler, als nicht normal zu sein." Und: "Wir hören voneinander." (APA, 16.5.2014)

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