ÖIA: AK sieht sich in Kritik bestätigt

16. Mai 2014, 14:25
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vida-Hebenstreit: ÖIAG auflösen

Nachdem Details aus dem Telekom-Austria-Syndikatsvertrag der Staatsholding ÖIAG mit der mexikanischen America Movil bekannt wurden, sieht sich die Arbeiterkammer in ihrer Kritik bestätigt. "Offenbar war bei den Verhandlungsführern die Tragweite der Entscheidung nicht ganz klar", teilte die AK Wien am Freitag in einer Aussendung mit.

Sie verweist darauf, dass von zehn Kapitalvertretern im Aufsichtsrat der Telekom künftig acht von den Mexikanern und nur zwei von der ÖIAG kommen. Im Vorstand würden künftig zwei Vertreter von America Movil und nur einer der ÖIAG sitzen. Selbst ein Nein zu Kapitalerhöhungen sei stark eingeschränkt.

"Die Staatsholding kostet mehr als die Hälfte der Regierung, ist aber sicher nicht einmal die Hälfte der Bundesregierung wert"

Auf die ÖIAG hat sich heute auch die Transportgewerkschaft vida eingeschossen. "Die Staatsholding kostet mehr als die Hälfte der Regierung, ist aber sicher nicht einmal die Hälfte der Bundesregierung wert", so vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit. Er fordert die sofortige Auflösung der ÖIAG. In Summe habe die ÖIAG im Jahr 2012 Personal- und Sachaufwand in der Höhe von 6,6 Mio. Euro verursacht. Alleine der ÖIAG-Vorstand schlage sich mit 490.000 Euro im Jahr zu Buche, rechnete er vor.

Die ÖIAG, die den 28,4-Prozent-Anteil der Österreicher an der Telekom vertritt, hat heute verteidigt, dass die Details zu dem Syndikatsvertrag nur stückweise bekannt werden. Der Vertrag habe eine Stillhaltevereinbarung enthalten, hätte die ÖIAG diese gebrochen, wären Strafzahlungen fällig geworden. (APA, 16.5. 2014)

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