Museumsrundgang: Himmel und Erde in einer Hand

Ansichtssache16. Mai 2014, 14:21
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Salzburg – "Auf so ein Schlechtwetterprogramm warten wir schon lange", sagte Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ), als ihm der damalige Museumsreferent Wilfried Haslauer (ÖVP) 2006 die Idee eines Domquartiers vorstellte. Sechs Jahre später kann Haslauer nun sein Herzensprojekt als Salzburger Landeshauptmann bei schlechtem Wetter eröffnen.

Am Samstag können die Besucher beim Tag der offenen Tür bei freiem Eintritt den 1300 Meter langen barocken Museumsrundgang erstmals inspizieren. Durch 134 Türen führt sie der Weg durch die Prunkräume der alten Residenz, die Residenzgalerie, den nördlichen Dombogen, die beiden Domemporen, den Langen Gang vom Stift St. Peter und durch das neue Museum des Stifts im Wallistrakt. Insgesamt 2000 Exponate erwarten die Besucher in den architektonisch eindrucksvollen Räumen. Das Domquartier ist durchgängig begehbar und somit die ursprüngliche Einheit von Residenz und Dom wiederhergestellt.

Die Einheit von weltlichen und kirchlichen spiegelt sich auch im Motto des Domquartiers wieder "Himmel und Erde in einer Hand". Die fünf beteiligten Institutionen bleiben dabei unabhängig – einen Generalschlüssel gibt es nicht. "Der Rundgang hebt Salzburg in die internationale Liga als Museumsstadt", erklärt die Geschäftsführerin des Domquartiers Elisabeth Resman.

Haslauer beziffert die Kosten für den neuen Museumsrundgang mit rund 8,6 Millionen Euro. Laut einer Anfragebeantwortung des Landtages kommen zu dem von Haslauer genannten Betrag aber noch weitere Finanzbeiträge in der Höhe von 4,5 Millionen Euro hinzu, was die Kosten auf rund 13,1 Millionen erhöht. (ruep, DER STANDARD, 17.5.2014)

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foto: domquartier/hg esch

Schon vor 95 Jahren gab es den Plan eines "Zentralmuseums". Nun ist mit dem Dom, der  Residenz und dem Benediktinerkloster St. Peter das historische Zentrum Salzburgs über den Museumsrundgang vereint.

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