Arsenal peilt im FA-Cup Ende der Durststrecke an

16. Mai 2014, 11:41
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Gunners bereits neun Jahre ohne Titel - Finalgegner Hull City nimmt sich Beispiel an Vorjahres-Champion Wigan

London - Arsenals neunjährige Durststrecke ohne Titelgewinn soll im Finale des englischen FA-Cups enden. Am Samstag treffen die "Gunners" im Endspiel des Traditionsbewerbs im Wembley-Stadion auf Außenseiter Hull City. Die Erwartungshaltung der Anhänger der Nordlondoner ist riesig. Zuletzt stand Arsenal 2011 im Liga-Cup in einem Finale - und unterlag Außenseiter Birmingham City 1:2.

Arsene Wengers langer Regentschaft dürfte ein Erfolg gegen Hull gut tun. Der Franzose ist bei Arsenal nicht mehr unumstritten. Als Vierter schaffte das Team in dieser Saison zumindest den Einzug in die Champions-League-Qualifikation. Der elfte Erfolg im FA-Cup, Arsenal hätte damit Rekordsieger Manchester United eingeholt, würde Wengers Rücken stärken - eine Niederlage die Diskussion um seine Person aber wieder anheizen.

"Dies ist die Möglichkeit, unsere Saison zu krönen. Wenn man danach zurückblickt, wird sie besser aussehen", meinte Wenger vor dem Endspiel gegen den Tabellen-16. der abgelaufenen Premier-League-Saison. Der 64-Jährige ließ nicht unerwähnt, dass die titellose Zeit seit dem Triumph im FA-Cup 2005 gegen ManUnited die Erwartungshaltung "ein wenig" erhöht habe. Wenger warnte: "Favorit zu sein bedeutet nichts."

Arsenal räumte auf dem Weg nach Wembley Erzrivale Tottenham, Liverpool und Everton aus dem Weg. Hull City steht erstmals im FA-Cup-Finale. Die "Tigers" eliminierten mit Sunderland im Viertelfinale nur einen Erstligisten, ansonsten traten sie gegen Gegner aus niedrigeren Klassen an. Ein Beispiel nehmen wollte sich Hulls Trainer Steve Bruce an Wigan Athletic. Die "Latics" siegten im Vorjahr mit Paul Scharner im FA-Cup-Endspiel sensationell gegen Manchester City.

Laut Mittelfeldspieler David Meyler benötigt der Verein aus Kingston upon Hull aber ohnehin keine Extra-Motivation. "Sie haben in London bereits die Plakate für ihre Siegesparade aufgestellt. Es freut die Leute, wenn der Außenseiter gewinnt - ich glaube nicht, dass viele Arsenal siegen sehen wollen." (APA/Reuters, 16.5.2014)

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