Ukraine-Krise: Deutscher Altkanzler Schmidt attackiert westliche Politik

16. Mai 2014, 10:15
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Früherer SPD-Chef zu Ukraine und Georgien: "Das ist Größenwahn, wir haben dort nichts zu suchen"

Kiew/Hamburg - Nach Gerhard Schröder hat mit Helmut Schmidt ein weiterer SPD-Altkanzler die Ukraine-Politik des Westens kritisiert. In einem Interview mit der "Bild" vom Freitag warf er der EU-Kommission Einmischung in die Weltpolitik vor: "Jüngstes Beispiel ist der Versuch, die Ukraine anzugliedern." Falsch sei auch, Georgien an sich zu ziehen. "Das ist Größenwahn, wir haben dort nichts zu suchen."

In den vergangenen Tagen hatten etliche aktive und ehemalige SPD-Politiker kritisiert, die EU habe die Spannungen in der Ukraine mitverursacht. Am Freitag äußerte auch der SPD-Außenpolitiker Niels Annen diese Kritik im Deutschlandfunk. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte das entschieden zurückgewiesen und betont, es sei der frühere ukrainische Präsident Wiktor Janukowitsch selbst gewesen, der die Ukraine auf Westkurs gebracht habe.

Altkanzler Schmidt kritisierte auch die deutsche Regierung. Die von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) geplante Genfer Konferenz Mitte April sei sicher dringend geboten gewesen. "Aber zurzeit gibt es leider niemanden, der konstruktive Vorschläge zur Zukunft der Ukraine vorbringt." (APA/Reuters, 16.5.2014)

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