HSV nähert sich dem Horrorszenario

15. Mai 2014, 22:24
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Hamburger taumeln nach Heim-Nullnummer im Hinspiel der Relegation gegen Greuther Fürth dem Abstieg entgegen

Hamburg - Ein bisschen Kampf, wenig Leistung - kaum noch Hoffnung: Der deutsche Bundesliga-Dino Hamburger SV taumelt weiter ungebremst dem ersten Abstieg seiner 127-jährigen Vereinsgeschichte entgegen. Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka kam im ersten Relegations-Showdown gegen die SpVgg Greuther Fürth nach einer erneut erschreckend schwachen Vorstellung nicht über ein mageres 0:0 hinaus.

51 Jahre Bundesliga

Bei den Fans schwindet die Hoffnung auf die Rettung immer mehr - in dieser Verfassung kann der extrem auswärtsschwache HSV schon vor dem Rückspiel am Sonntag (17.00 Uhr) in Fürth für die 2. Liga planen. Nach knapp 51 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit zur deutschen Eliteliga droht dem finanziell angeschlagenen HSV mit dem historischen Gang in die Zweitklassigkeit der Super-GAU.

Planlos, schwach im Zweikampf, behäbig: Die Hamburger blieben den Beweis ihrer Erstklassigkeit über weite Strecken schuldig. Die Hausherren wirkten von Beginn an nervös und erarbeiteten sich kaum zwingende Möglichkeiten. Die HSV-Hoffnungsträger Pierre-Michel Lasogga (13 Saisontore) und Youngster Hakan Calhanoglu waren in der gut organisierten Fürther Defensive lange Zeit vollkommen abgemeldet.

Gefährliche Fürther

Der Zweitligist versteckte sich vor 56.479 Zuschauern in der Hamburger Arena im Volkspark keineswegs und stellte die HSV-Abwehr mit seinem schnellen Umschaltspiel immer wieder vor große Probleme.

Große Torchancen blieben zunächst zwar aus, doch Fürths Top-Torjäger Ilir Azemi (9.), der zuletzt 13 Treffer in 13 Spielen erzielt hatte, und Zoltan Stieber (17.) verzogen aus aussichtsreicher Position. Die größte Chance im ersten Abschnitt vergab Azemi in der 26. Minute, als er aus kurzer Distanz an HSV-Keeper Jaroslav Drobny scheiterte. Drobny war kurzfristig für den verletzten Stammtorhüter René Adler (Rückenbeschwerden) zwischen die Pfosten beordert worden.

Auch im zweiten Durchgang übernahmen die Fürther das Kommando. Zunächst köpfte Niko Gießelmann völlig freistehend über den Hamburger Kasten (51.), dann spitzelte Nikola Djurdjic das Leder knapp am rechten Pfosten vorbei (53.).

Abseitstor

Erst in der Folge schalteten die Hamburger, unentwegt angetrieben vom lautstarken Publikum, einen Gang höher. Der eingewechselte Marcell Jansen brachte Sturmtank Lasogga erstmals in eine gute Kopfball-Position, doch Keeper Hesl bestand seine erste Prüfung (65.). Nur 120 Sekunden später traf Lasogga zwar das Tor - stand bei seinem Kopfball allerdings im Abseits. Wiederum Lasogga scheiterte in der 85. Minute an Fürths Keeper Hesl, der den Schuss aus kürzester Distanz mit dem Fuß abwehrte. (sid, 15.5.2014)

  • Kampf und Krampf beim Relegations-Showdown in Hamburg.
    foto: ap/ matthias schrader

    Kampf und Krampf beim Relegations-Showdown in Hamburg.

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