"Überhitzungstendenzen" in Deutschland

15. Mai 2014, 18:54
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Preise stiegen zu Jahresbeginn laut neuer Studie kräftig

Die Immobilienpreise in Deutschland sind zu Jahresanfang kräftig gestiegen. Zwischen Jänner und März kletterten sie insgesamt um 4,3 Prozent binnen Jahresfrist, wie am Donnerstag aus dem vierteljährlichen Barometer des Verbands Deutscher Pfandbriefbanken (vdp) hervorgeht. Dabei stiegen die Preise für Wohnimmobilien um 4,2 Prozent und für Gewerbeimmobilien um 4,5 Prozent.

"Die Nachfrage konzentriert sich weiter vor allem auf die Ballungszentren", sagte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Der Anlagebedarf institutioneller Investoren sei unverändert hoch und deutsche Immobilien deshalb gefragt. "Die Wohnbautätigkeit steigt zwar, ist aber noch lange nicht stark genug, um die konjunkturell bedingt hohe Nachfrage zu befriedigen."

Eigentumswohnungen verteuerten sich laut Studie zum Vorjahresquartal um 4,1 Prozent, während die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser mit 1,8 Prozent langsamer zulegten. Die meisten Fachleute sehen derzeit zwar keine flächendeckende Immobilienblase in Deutschland, aber Überhitzungstendenzen in Städten wie München, Berlin, Hamburg oder Köln. Die niedrigen Zinsen treiben einerseits Kapitalanleger in Immobilien, andererseits erfüllen sich immer mehr Privatleute den Traum der eigenen vier Wände. (APA, 15.5.2014)

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