So findet sich der richtige MBA

15. Mai 2014, 15:40
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12.000 MBA-Programme weltweit - und welcher MBA ist der richtige? Hier die zentralen Kriterien als Hilfe für die Auswahl auf dem Weg zum Master of Business Administration

Einen MBA zu machen, ist eine Entscheidung, die man nur einmal im Leben trifft und für die man bereit ist, viel Zeit und Geld zu investieren.  Umso wichtiger ist es daher, sein persönliches MBA Programm sehr sorgfältig auszuwählen. Die WU Executive Academy bietet als Auswahlhilfe eine Checkliste an:  B.A.S.I.C.S.  Jeder Buchstabe steht dabei für ein wichtiges Kriterium:

B – für Branding

In Anbetracht des kaum noch zu überblickenden weltweiten Angebots an MBA Programmen spielt die Reputation der Business School eine zentrale Rolle.

Handelt es sich um eine renommierte Universität, die sowohl Spitzenforschung betreibt als auch in Bezug auf Praxisnähe Maßstäbe setzt, um so die hohen Qualitätsansprüche eines führenden MBA Programms zu erfüllen? Arbeitgeber fragen nämlich nicht nur danach, ob ein Bewerber über einen MBA Abschluss verfügt, sondern auch insbesondere danach, wo er ihn gemacht hat.

Eng verbunden damit ist die Frage nach dem richtigen Netzwerk. Hier sollten Sie besonders darauf achten, genau dort wertvolle Kontakte mit Kollegen, Vortragenden und Alumni zu knüpfen, wo Sie später auch arbeiten möchten. Dieses Netzwerk ist nicht nur für Ihre Karriereentwicklung sehr wertvoll, sondern verbessert auch den eigenen Marktwert und erleichtert den Zugang zu international angesehenen Headhuntern enorm. Auch hier gilt: Je renommierter die Universität, desto höher Ihre Chance, in Datenbanken der Top-Headhunter aufgenommen zu werden.

A – für Akkreditierungen

Akkreditierungen sind wichtige internationale Gütezertifizierungen, die entweder an einzelne MBA Programme oder ganze Institutionen vergeben werden. Für Sie sind das wertvolle Informationen, die über die Qualität eines MBA Auskunft geben. Wenn also ein Programm eine oder mehrere internationale Akkreditierungen besitzt, dann handelt es sich in jedem Fall um einen hochwertigen MBA. Zu den wichtigsten Akkreditierungsagenturen weltweit zählen AACSB (The Association to Advance Collegiate Schools of Business), AMBA (Association of MBAs) und EQUIS (European Quality Improvement System). Lediglich 48 MBA Anbieter weltweit haben eine "Tripple-Crown-Accreditation", sind also von allen drei Agenturen akkreditiert.

S – für Selektivität bei den Teilnehmern

Neben allgemeinen Zulassungskriterien wie Universitätsabschluss und ausreichender Berufserfahrung ist die individuelle Zusammensetzung der MBA Klasse von enormer Bedeutung: Alle Teilnehmer bringen wie Sie selbst umfangreiche berufliche und persönliche Erfahrungen aus unterschiedlichen Branchen, Funktionen und Kulturen in den Unterricht ein. So tragen sie im selben Ausmaß zur hohen Qualität des Programms bei, wie es die Vortragenden tun. Gemeinsam neue Ideen entwickeln, über den beruflichen Alltag reflektieren und Ansichten mit gleichgesinnten internationalen Kollegen teilen, bildet das Fundament einer zukunftsweisenden Ausbildung für Führungskräfte.

I – für Internationalität des Programms

Je internationaler ein MBA Programm ausgerichtet ist, desto besser werden Sie auf die stetig wachsenden Herausforderungen des heutigen Wirtschaftslebens vorbereitet, das von Globalisierung, kultureller Vielfalt und Schnelllebigkeit geprägt ist. Drei Dimensionen spielen hier eine besonders wichtige Rolle: die unterschiedliche Herkunft der Teilnehmer (sehen Sie dazu „S" für Selektivität), Vortragende aus der ganzen Welt und internationale Studienreisen.

Die Qualität der Vortragenden zeigt sich zum einen daran, wie viel Praxiserfahrungen sie neben ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit mitbringen und zum anderen, wie viel internationale Erfahrungen sie sammeln konnten. Nur so können sie den Teilnehmern Einblicke in die Besonderheiten der unterschiedlichen nationalen und internationalen Märkte geben. Genau dazu dienen auch Studienreisen: In der Regel setzen sich diese aus gezielten Unterrichtseinheiten bei lokalen Partneruniversitäten und Firmenbesuchen zusammen, die den Teilnehmern Gelegenheit bieten, Unternehmen aus erster Hand kennenzulernen und mit dem Top-Management über ihre Erfahrungen zu diskutieren.

C – für Curriculum

Die Qualität eines international angesehenen MBA Programms ist nicht zuletzt davon abhängig, wie sehr die jeweilige Business School auf die Veränderungen der wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingung eingeht. Aus diesem Grund sollten Sie danach fragen, ob die angebotenen Inhalte im Curriculum kontinuierlich weiterentwickelt werden und den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen. Auch sollten Sie ein besonderes Augenmerk auf zukünftige Schlüsselthemen wie Leadership, Global Markets, Entrepreneurship & Innovation sowie Responsible Leadership legen und unbedingt den Praxisbezug des Programms hinterfragen. Denn für Sie ist es enorm wichtig, das Erlernte unmittelbar in Ihrem beruflichen Alltag umsetzen können. Daher sind Case Studies, Firmenbesuche, Studienreisen und Gastvorträge von Führungskräften aus international agierenden Unternehmen besonders geeignet, um die Besonderheiten der Unternehmen und der Märkte, in denen sie agieren, aus erster Hand kennenlernen.

S – für Satisfaction

Alumni zählen nicht nur aus Sicht der Business Schools zu den wichtigsten Steakholdern überhaupt, weil sie als Botschafter für ihren eigenen MBA Abschluss durchs (Berufs-) Leben gehen und das Programm weiterempfehlen, so sie damit zufrieden waren. Auch für Sie sind Alumni eine extrem wertvolle Informationsquelle, die authentischer nicht sein könnte. Daher empfiehlt es sich nachzufragen, ob es die Möglichkeit gibt, sich mit ehemaligen Teilnehmern über die Vorzüge, aber auch die Mankos eines bestimmten MBA Programms auszutauschen. Auch „Schnuppertage", an denen Sie einen Tag gemeinsam mit aktuellen Teilnehmern verbringen können, sind sehr hilfreich um herauszufinden, ob das jeweilige MBA Programm Ihren persönlichen Vorstellungen entspricht.

Neben einem Gespräch mit Absolventen oder Teilnehmern empfiehlt es sich auch, einen Blick auf die wichtigsten internationalen MBA-Rankings, wie etwas jene der Financial Times, zu werfen. Auch diese bieten Ihnen eine erste wichtige Orientierungshilfe, weil sie ganz wesentliche, objektive Indikatoren für die Qualität eines MBA Programms darstellen. (derStandard.at, 15.05.2014)

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