Abdul aus Alsergrund 

18. Mai 2014, 15:00
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Der aus Indien stammende Abdul studierte Logistik und Transportmanagement, seit 2000 lebt er in Wien. Als Verkäufer und Qualitätsmanager arbeitet er in einem Logistikunternehmen, wo er für die skandinavischen Länder zuständig ist. Seine Dienstreisen führen oft nach Schweden, Norwegen, und Finnland. Abdul ist ein großer Fan der schwedischen Lebenseinstellung: "Die Schweden haben einen sehr freundlichen Bezug zum Leben, das ganze Land strahlt eine gewisse Freundlichkeit aus." Sein Leben versucht er nach dem schwedischen Modell zu führen. Die Österreicher könnten ähnlich sein, "würde man ein bisschen weniger sudern, dafür mehr Freude zeigen." Die österreichische Einstellung ändere sich aber: "Die Leute werden offener, man entwickelt sich als Nation weiter. Man kämpft nicht mehr so gegen die Geister der Vergangenheit und schaut einfach nach vorne."

In den vergangenen Jahrenhat Abdul in Rudolfsheim-Fünfhaus, Landstraße und Wieden gewohnt, am besten gefällt es ihm aber in Alsergrund. Der 26-Jährige empfindet den Bezirk am Donaukanal als "zentral, grün, angenehm zum Wohnen" und als Hundebesitzer "sehr tierfreundlich". Die Hundezonen, sagt er, erleichtern ihm das Leben. Kritikpunkt: Die wirtschaftliche Situation verschlechtere sich in Straßen, wie der Alserbachstraße, "ein Geschäft macht nach dem anderen zu." Mehr Einsatzbereitschaft seitens der Unternehmen verlangt er aus diesem Grund. Laut seiner Meinung ist die Stimmung in Wien generell positiv, obwohl bei den bevorstehenden EU-Wahlen sehr starker Fokus auf "negative Dinge" gelegt wird. Den Studien, die Wien bezüglich Lebensqualität hervorheben, kann er persönlich "nur zustimmen". Wien verfüge "mit Abstand" über die besten öffentlichen Verkehrsmitteln. (Balazs Csekö, daStandard.at, 18.5.2014)

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    foto: balazs csekö
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