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I’m Isa Genzken, The Only Female Fool

23. Mai 2014, 11:47

Die Ausnahmekünstlerin Isa Genzken in der Kunsthalle Wien

"Genzkens urbane Ästhetik ist verweisend, materiell, symbolisch und allegorisch zugleich", schreibt Joshua Decter in der die Ausstellung begleitenden Publikation. "Sie scheint Städte intuitiv als Orte von Wundern zu begreifen, als Orte von Komplexität, Furcht und Hoffnung."

Die groß angelegte Einzelausstellung von Isa Genzken in der Kunsthalle Wien stellt diese Faszination für das Urbane in den Mittelpunkt. Die skulpturale Auseinandersetzung mit der Architektur steht dabei neben der Reflexion über den sozialen wie gelebten Raum in den globalen Metropolen. Genzkens Soziale Fassaden erinnern an die spiegelnden Oberflächen korporativer Bauten, doch sie verzerren auch unser eigenes Spiegelbild, wenn wir diese, mit schimmernden und reflektierenden Folien aus dem Baumarkt beklebten Bildobjekte betrachten. Ihre New Buildings for Berlin sind euphorisch-utopische Entwürfe, die der real errichteten Konformitätstristesse zeigen, wie großartig zeitgenössisches Bauen aussehen könnte. Die Strandhäuser zum Umziehen feiern das Improvisierte der temporären Behausung als andere Orte der Sehnsucht. Die gemeinsam mit Wolfgang Tillmans konzipierte Installation Science Fiction / Hier und jetzt zufrieden sein bildet mit ihren großen spiegelnden Kuben einen Resonanzkörper, der die Umgebung dupliziert und den Betrachter in den abstrakten Raum bildlicher Illusion suggestiv hineinzieht.

Der gebaute Raum als Spiegel unserer Gegenwart

Genzkens facettenreiches Werk überrascht immer wieder durch seinen Ideenreichtum und findet dennoch eine klare Verankerung im Feld des Skulpturalen. Es wirft einen kritischen Blick auf die Gegenwart und nimmt diesen zum Ausgangspunkt einer radikalen Neuerfindung von Wirklichkeit. Formale Strenge trifft auf spielerische Materialkombinationen, das Homogene auf das Disparate. Die Vielfältigkeit des Ausdrucks ist jedoch nie beliebig, sondern korrespondiert mit jener Dynamik der Großstadt, die in ihrer Ambivalenz noch immer die wichtigste Inspirationsquelle für Genzken ist. Die klassische Strenge der Architektur der Moderne, die postmoderne Faszination des Trivialen und das zusammengewürfelte Nebeneinander unterschiedlichster Stile im realen Stadtraum – der gebaute Raum als Spiegelbild unserer Gegenwart und unseres Lebens bildet den Rohstoff ihrer Skulpturen, Assemblagen, Collagen und Filme.

Lieblingskünstler, Künstlerfreunde und Gemeinschaftswerke

Diese Auseinandersetzung mit den Widersprüchlichkeiten des Urbanen und dem Gesellschaft  verändernden Potenzial, das in ihnen liegt, teilt Genzken mit Künstlern wie Gordon Matta-Clark und Dan Graham, deren Werk sie bewundert. In der Ausstellung in der Kunsthalle Wien treten ihre Arbeiten erstmals in einen Dialog mit ausgewählten Exponaten von diesen Künstlern, die Parallelen in der Beschäftigung mit dem Stadtraum aufzeigen. Darüber hinaus sind Werke von Carl Andre, Jasper Johns, Wolfgang Tillmans und Lawrence Weiner zu sehen, die ebenfalls eine wichtige Quelle der Inspiration, des künstlerischen Austauschs und der gemeinsamen Arbeit für Genzken sind.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit Texten von Joshua Decter und Tom McDonough im Verlag Sternberg Press.


Alle Informationen zur Ausstellung und das Veranstaltungsprogramm finden Sie auf der Kunsthalle Wien Homepage (www.kunsthallewien.at), sowie auf Facebook und Twitter unter #FemaleFool.

  • Strandhaus
    foto: isa genzken, strandhäuser zum umziehen, 2000 (detail), courtesy sammlung frac nord-pas de calais, dunkerque und galerie buchholz, berlin/köln

    Strandhaus

  • Stelen
    isa genzken, a, b, c, d, 2002, courtesy jarla partilager und galerie buchholz, berlin/köln, foto: mathias johansson

    Stelen

  • New Buildings for Berlin
    isa genzken, new buildings for berlin (alpha), 2014, courtesy galerie buchholz, berlin/köln

    New Buildings for Berlin

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