Warum "Game of Thrones" unter MS-DOS geschrieben wird

15. Mai 2014, 09:46
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Buchautor George R. R. Martin lehnt Autocorrect ab und will sich nicht um Sicherheit kümmern

George R. R. Martin gehört nicht zu jener Autorengeneration, die ihrer Arbeit gerne am Laptop in einem Cafe nachgeht. Der Schöpfer der "Game of Thrones"-Buchvorlage "A Song of Ice and Fire" arbeitet zwar am Computer, verlässt sich aber auf weit ältere Hilfsmittel: MS-DOS und WordStar 4.0.

Beim US-Talkmaster Conan hat er nun begründet, wieso er nicht auf moderne Textverarbeitungsprogramme und ein aktuelles Betriebssystem setzt.

Kein Fan von Autocorrect und Rechtschreibprüfung

Einerseits mag er die Einfachheit von WordStar 4.0 für die Erstellung seiner oft über tausend Seiten langen Werke, andererseits lehnt er persönlich auch moderne Hilfefunktionen wie Rechtschreibprüfung oder Autokorrektur ab.

"Ich hasse manche dieser modernen Systemen, wo man einen Kleinbuchstaben schreibt und er wird ein Großbuchstabe", so seine Kritik. "Wenn ich einen Großbuchstaben schreiben will, schreibe ich einen Großbuchstaben. Ich weiß, wie man die Shift-Taste benutzt."

Zwei PCs

Außerdem ist der DOS-PC nicht ans Internet angeschlossen, sodass er sich auch nicht mit Sicherheitsproblemen auseinandersetzen muss. Für seine Kommunikation hat er einen Zweit-Rechner. Dieser ist online und dient für Martin zum Internetsurfen und E-Mails.

Serie holt auf

Aktuell arbeitet der 65-jährige Autor am sechsten der geplanten sieben Bücher der Geschichte rund um das Schicksal von Westeros. Es wird spekuliert, dass der nächste Teil, "The Winds of Winter" in diesem oder im nächsten Jahr erscheinen wird. Derweil schließt "Game of Thrones" zu den 1996 begonnenen Erzählungen immer weiter auf. 2013 informierte er daher die Serienschreiber grob über die zukünftige Handlung und das Schicksal von Schlüsselcharakteren. (gpi, derStandard.at, 15.05.2014)

Video: George R. R. Martin bei Conan

  • George R. R. Martin weiß, wie man "die Shift-Taste bedient".
    foto: team coco

    George R. R. Martin weiß, wie man "die Shift-Taste bedient".

  • Seine Fantasy-Epen verfasst er unter WordStar 4.0. Abgebildet ist Version 7 des Programms, die ebenfalls unter MS-DOS lief.
    foto: echocrane / cc by 2.0 flic.kr/p/dkvr87

    Seine Fantasy-Epen verfasst er unter WordStar 4.0. Abgebildet ist Version 7 des Programms, die ebenfalls unter MS-DOS lief.

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