Tod bei Tiefschlaftherapie: Ärzte in Linz freigesprochen

14. Mai 2014, 17:19
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Widersprechende Gutachten

Linz - Nach dem Tod einer 17-jährigen Patientin während einer Tiefschlaftherapie sind am Mittwoch zwei Anästhesisten im Landesgericht Linz vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen freigesprochen worden. Die Urteile sind rechtskräftig.

Gutachter aus dem Bereich der Gerichtsmedizin und der Pharmakologie hatten in der Verhandlung kritisiert, dass "nicht lege artis" gearbeitet worden sei. Die Dosis des Narkosemittels sei zu hoch gewesen sei und man habe die Therapie zu spät abgebrochen. Der Anästhesie-Sachverständige hingegen hatte keine Fehler gesehen.

Der Richter verwies darauf, dass sich die Gutachten des Gerichtsmediziners sowie des Pharmakologen und jenes des Anästhesisten widersprochen hätten. Zudem sei auch nicht schlüssig dargelegt worden, dass gravierende Fehler gemacht worden seien. Es sei daher im Zweifel zugunsten der Angeklagten zu entscheiden. Der Staatsanwalt erklärte Rechtsmittelverzicht. (APA, 14.5.2014)

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