Rasender tschechischer Außenminister könnte Führerschein verlieren

14. Mai 2014, 17:07
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Tempolimit um 50 km/h überschritten - Zaoralek: "Habe mich beeilt nach Hause zu kommen"

Prag - Der tschechische Außenminister Lubomir Zaoralek ist auf der Autobahn zwischen Olomouc (Olmütz) und Ostrava (Ostrau) von der Polizei mit 180 km/h erwischt worden. In Tschechien gilt das Höchsttempolimit von 130 km/h. Ein Verwaltungsverfahren wird jetzt gegen ihn eingeleitet, in dem ihm eine Geldstrafe von bis zu 10.000 Kronen (365 Euro) und der Entzug des Führerscheines für ein Jahr droht.

Außerdem muss er mit fünf Strafpunkten auf der zwölf Punkte umfassenden Verkehrssünderdatei rechnen, berichteten tschechische Medien am Mittwoch. Der Minister beging das Delikt bereits am 3. Mai. Zunächst zögerte er, sich dazu bekennen. "Ich kann mich wirklich nicht erinnern. Ich bin jetzt in Brüssel. Jetzt kann ich Ihnen dazu nichts sagen", verteidigte er sich in einer erster Reaktion auf Anfrage der Boulevard-Tageszeitung "Blesk". Eine halbe Stunde später hatte er schon alles gestanden. "Vielleicht haben ihm die Image-Maker und die bevorstehenden Europawahlen das Gedächtnis erfrischt", kommentierte das Blatt.

Zaoralek argumentiert jetzt, die Autobahn sei um 2.00 Uhr in der Nacht absolut leer gewesen und er habe sich beeilt nach Hause zu kommen. "Es hätte aber nicht passieren dürfen. Es war ein Fehler", so der Minister, der bereit sei, "alle Folgen zu tragen". Auf eine Frage, warum er allein gefahren sei, sagte Zaoralek, mit den Bodyguards sei er "fast immer" unterwegs und "manchmal will ich allein, ohne jegliche Begleitung sein". (APA, 14.5.2014)

  • Lubomir Zaoralek war zu schnell.
    foto: ap/zak

    Lubomir Zaoralek war zu schnell.

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