UEFA-Referees für Ausschluss auf Zeit

14. Mai 2014, 17:20
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Für die Dauer der Behandlung des Gefoulten soll künftig auch der Missetäter vom Feld müssen

Turin -  Die Schiedsrichter der UEFA machen sich für die Einführung einer neuen Regel stark: Wenn ein Spieler nach einem Foul außerhalb des Spielfelds behandelt werden muss, soll in Zukunft der Spieler der Gegners, der das Foul begangen hat, das Feld verlassen müssen. Man werde dies den Fußball-Regelhütern vorschlagen, sagte der Chef der UEFA-Schiedsrichter, Pierluigi Collina, am Mittwoch in Turin.

Wenn der Gefoulte auf den Platz zurückkehrt ist, dürfe auch der kurzfristig ausgeschlossene Spieler wieder am Geschehen mitwirken, konkretisierte der Italiener auf einer Pressekonferenz vor dem Finale der Europa League zwischen Benfica Lissabon und dem FC Sevilla. Das derzeitige Prinzip "ist unfair", sagte Collina. Der Spieler, der das Foul begangen hat, werde zwar verwarnt, dürfe aber auf dem Feld bleiben, wodurch es für seine Mannschaft vorübergehend einen numerischen Vorteil gebe.

Laut Collina plant die UEFA, einen entsprechenden Vorschlag an das International Football Association Board (IFAB) zu richten. Die Regelhüter des internationalen Fußballs kommen immer zwischen Ende Februar und Anfang März zu ihrem Jahres-Meeting zusammen und beschließen allfällige Änderungen des Reglements.

Collina und UEFA-Präsident Michel Platini verteidigten in Turin zudem das vielfach kritisierte System mit fünf Schiedsrichtern auf dem Platz. Der Funktion der zusätzlichen Assistenten hinter den Torlinien sei "für die Öffentlichkeit schwer zu verstehen", meinte Platini. "Sie scheinen regungslos, doch man übersieht, dass sie ständig kommunizieren." "Im Fernsehen hören wir die Kommentatoren oft sagen, sie seien nutzlos und blieben nur auf der Linie, aber in Wahrheit sind sie enorm wichtig", sagte Collina. (APA/red - 14.5. 2014)

  • Wird, wie im Bild Beispielfall Laurent Koscielny von Arsenal, ein Spieler zeitweilig spielunfähig gefoult, soll künftighin auch der Regelbrecher zur Untätigkeit verurteilt werden. So der Vorschlag der europäischen Schiedsrichter.
    foto: ap/super

    Wird, wie im Bild Beispielfall Laurent Koscielny von Arsenal, ein Spieler zeitweilig spielunfähig gefoult, soll künftighin auch der Regelbrecher zur Untätigkeit verurteilt werden. So der Vorschlag der europäischen Schiedsrichter.

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