Zu viel Blei und Nickel in Kinderschmuck

14. Mai 2014, 17:06
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In einem getesteten Fall betrug der Bleianteil das 12,8-Fache der erlaubten Menge - Konsumentenschützer raten, Schmuck nicht in den Mund zu nehmen

Tester der Arbeiterkammer haben Modeschmuck für Kinder unter die Lupe genommen - und kamen zu einem für Eltern wenig erhebenden Ergebnis: In drei der neun in Filialen gängiger Ketten gezogenen Proben fanden sich massiv mehr Blei und Nickel als zugelassen, die Grenzwerte wurden durchwegs überschritten, in einem Fall jener für Blei sogar um das 12,8-Fache. Das berichten die Konsumentenschützer in einer Presseaussendung.

Schon geringe Mengen schädlich?

Kinder nehmen Schmuck häufig in den Mund. Dadurch könne es zur Aufnahme von Blei kommen, warnt die AK. Bereits bei geringer Konzentration drohen demnach eine Schädigung des Nervensystems und negative Einflüsse auf die kindliche Intelligenz. Nickel ist das Kontaktallergen mit der höchsten Sensibilisierungsrate. Da die Allergie nicht heilbar ist, sollten Kinder so wenig Kontakt wie möglich mit dem Material haben.

"Der Handel sollte vor dem Inverkehrbringen von Produkten, vor allem wenn sie für Kinder gedacht sind, Analysen auf gesundheitliche Unbedenklichkeit vom Umweltbundesamt oder einer anderen Prüfstelle einholen", verlangte Georg Rathwallner, Leiter der Konsumenteninformation in der AK OÖ. (APA/red, derStandard.at, 14.5.2014)

  • Modeschmuck für Kinder sieht harmlos aus. Ist er aber nicht immer.
    foto: apa

    Modeschmuck für Kinder sieht harmlos aus. Ist er aber nicht immer.

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