Bisher jüngster Diplodocus-Verwandter in Argentinien entdeckt

24. Mai 2014, 17:48
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Südamerikanisches Familienmitglied dürfte erst später ausgestorben sein als die nordamerikanische und afrikanische Verwandtschaft

Bueonos Aires - Die Taxon der Diplodocidae hat mit Supersaurus und Seismosaurus, den größten bekannten Tieren, die jemals das Festland bewohnten, bereits Rekorde aufgestellt. Nun ist sie um eine Spezies reicher, die durch etwas anderes hervorsticht: Bei der Leinkupal laticauda genannten Art handelt es sich nicht nur um den bisher jüngsten bekannten Vertreter der Diplodocidae, sondern offenbar auch um den ersten südamerikanischen, wie Forscher aktuell im Fachjournal PLOS ONE berichten.

Die Diplodociden waren aufgrund ihrer Knochenanatomie relativ leicht gebaut, ihr auffälligstes Merkmal: Hals und Schwanz waren enorm verlängert. Ein weiteres Merkmal ist der lange, niedrige, abfallende Schädel mit stiftförmigen Zähnen. Dies gilt auch für den aktuellen Fund.

Von Leinkupal laticauda entdeckten die Paläontologen bisher zwar nur unvollständige Knochen, dennoch waren Unterschiede zu anderen Diplodocidae-Spezies aus Nordamerika und Afrika im Bereich des Wirbelknochens nachweisbar. Die Fossilien aus der frühen Kreide lassen zudem darauf schließen, dass die südamerikanischen Diplodocidae erst später ausstarben als ihre Verwandten. (red, derStandard.at, 24.5.2014)

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