Anklage gegen Peter Westenthaler

14. Mai 2014, 11:44
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Wegen schweren Betrugs als Bundesliga-Chef - Für Nachwuchs gedachte Sonderförderung soll an Bundesliga gegangen sein

Wien - Der frühere FPÖ- und BZÖ-Politiker Peter Westenthaler wird mit einer Anklage wegen Betrugsverdachts konfrontiert. Die mutmaßliche Straftat soll er als Geschäftsführer der Fußball-Bundesliga, die er von Februar 2003 bis zum August 2004 managte, begangen haben. Das berichtet das Magazin "Format" in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe. Der Strafrahmen beträgt bis zu zehn Jahre Haft. 

Westenthaler soll als Manager der Bundesliga eine aus Steuergeldern finanzierte Sonderförderung in der Höhe von einer Million Euro, die eigentlich für die Nachwuchsförderung bestimmt war, zweckwidrig für die Begleichung einer Finanzschuld der Bundesliga verwendet haben. Dadurch soll er die Republik "an ihrem Vermögen geschädigt" haben.

Westenthaler: "Stets völlig korrekt gehandelt"

Für Westenthaler ist die Anklageschrift "völlig absurd", sie widerspreche sich mehrfach. Deshalb habe er seinen Anwalt Thomas Kralik beauftragt, Einspruch zu erheben. Die Anklageschrift sei "nichts anderes als eine persönliche Abrechnung der politischen Staatsanwaltschaft gegen mich. Ich habe mir vor elf Jahren als Bundesliga-Vorstand absolut nichts zuschulden kommen lassen, habe stets transparent und völlig korrekt im Sinne des österreichischen Fußballs gehandelt und werde daher auch meine Unschuld beweisen", so Westenthaler.

Es sei "von Anfang an klar gewesen, dass diese Fördermillion gar nicht dem ÖFB, sondern der Bundesliga zusteht", teilte sein Anwalt in einer Aussendung mit. Die Förderung hätte niemals Eingang ins Budget des ÖFB gefunden, womit eine Schädigung von vornherein auszuschließen sei.

Gemäß Anklageschrift soll der Verdacht einer strafbaren Handlung nach den Paragrafen 146 (Betrug) und 147 (schwerer Betrug) bestehen. Die Anklage stützt sich auf ein Sachverständigengutachten und einen Bericht des Bundesamts für Korruptionsbekämpfung. Erich Mayer, Sprecher der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, bestätigte das gegenüber dem Magazin.

Die Anklageschrift ist nicht rechtskräftig. Für Westenthaler gilt die Unschuldsvermutung. (red, derStandard.at, 14.5.2014)

 

 

  • Auf den früheren Bundesliga-Geschäftsführer Peter Westenthaler kommen Probleme zu.
    foto: apa/ neubauer

    Auf den früheren Bundesliga-Geschäftsführer Peter Westenthaler kommen Probleme zu.

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