Blackberry erlaubt alternative Management-Server

14. Mai 2014, 09:40
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Die Geräteverwaltung soll künftig auch durch Lösungen von Drittherstellern möglich sein

Der kanadische Hersteller Blackberry hat einen Schritt zur Öffnung seiner Infrastrukturlösungen angekündigt. Firmen, die bislang für die Verwaltung ihrer Blackberry-Geräte zum Blackberry Enterprise Server greifen müssten, sollen künftig auch Lösungen anderer anbieter verwenden können.

Möglich sein wird dies für alle Geräte, die mit dem Blackberry 10-Betriebssystem laufen. Mehrere Hersteller entsprechender Lösungen – Airwatch, IBM und Citrix – sollen sich interessiert zeigen. Ihre Lösungen können bereits mit iOS-, Windows Phone- und Android-Geräten umgehen. Die Kanadier selbst arbeiten derzeit am Blackberry Enterprise Server 12, der ab Herbst als eigenes Angebot bereit stehen soll.

Attraktivitätssteigerung

Der Schritt dürfte ein Versuch sein, Blackberry-Smartphones für Unternehmen attraktiver zu machen, in dem die Notwendigkeit zur Anschaffung eines Zusatzprodukts und Errichtung von Doppelgleisigkeiten wegfällt, wenn bereits Infrastruktur zur Geräteverwaltung vorhanden ist. Gleichzeitig tritt man bei eben jenem Angebot aber auch in ein Konkurrenzverhältnis mit anderen Herstellern.

Trotz der Veröffentlichung neuer Geräte und eines aktualisierten mobilen Betriebssystems kommt Blackberry seit Jahren nicht aus einer tiefen Krise. Im Consumerbereich spielt das Unternehmen nur noch eine untergeordnete Rolle. Auch im Business-Segment musste man in der jüngeren Vergangenheit zahlreiche Rückschläge einstecken.

Z3 für Schwellenmärkte

Nachdem der im Januar 2012 an die Konzernspitze getretene Thorsten Heins keine Trendwende erwirken konnte, hat im vergangenen November John Chen das Ruder übernommen. Zuletzt veröffentlichte Blackberry das Z3-Smartphone, mit dem man auf Schwellenmärkten Fuß fassen möchte. (red, derStandard.at, 14.05.2014)

  • Künftig sollen sich Blackberry-Geräte auch von anderen Enterprise-Servern verwalten lassen.
    foto: reuters

    Künftig sollen sich Blackberry-Geräte auch von anderen Enterprise-Servern verwalten lassen.

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