Kanzler gibt Empfang für Conchita Wurst

13. Mai 2014, 16:11
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Songcontest-Siegerin soll Konzert auf dem Ballhausplatz geben

Wien - Bundeskanzler Werner Faymann und Kulturminister Josef Ostermayer geben am Sonntag (18. 5.) um 17 Uhr im Bundeskanzleramt einen Empfang für Conchita Wurst, die österreichische Siegerin des Eurovision Song Contest 2014. Das bestätigte ein Sprecher des Kulturministers. Anschließend soll Wurst um 18 Uhr einen Konzertauftritt auf dem Ballhausplatz geben.

Auftritt auf dem Balkon möglich

Laut "Krone.at" sei auch geplant, dass sich die Song-Contest-Gewinnerin auf dem Balkon des Kanzleramts ihren Fans zeigen werde - eine Ehre, die etwa Skilegende Karl Schranz 1972 nach seinem Ausschluss von den Olympischen Winterspielen in Sapporo zuteil wurde. Dies sei eine Idee, könne aber noch nicht bestätigt werden, so der Sprecher, der derzeit an der Einladungsliste feilt.

Der für Sonntag geplante Empfang von Conchita Wurst im Bundeskanzleramt sowie der Konzertauftritt auf dem Ballhausplatz ist laut dem Management der Künstlerin nicht als politisches Engagement zu betrachten. Der Auftritt sei "für die Fans", sagte Manager René Berto. Zwar habe Conchita sehr wohl eine politische Botschaft, diese gehe aber über die Parteigrenzen hinweg.

Dankeschön an die Fans

Bisher sei Conchita noch nicht dazugekommen, sich bei den Fans zu bedanken, sagte Berto, denn beim Empfang am Flughafen am Sonntag hätte Conchita dafür keine Zeit gehabt. Man habe nicht gewusst, welcher Rummel dort auf die Künstlerin zukommt, sie und das Team seien ja gleich an die Presse durchgereicht worden. Deswegen wollte man nun einen öffentlichen Auftritt geben, als Dankeschön an die Fans. Zum genauen Ablauf am Sonntag konnte Berto noch keine detaillierte Auskunft geben.

Kein parteipolitisches Engagement

Parteipolitisches Engagement ist auch abseits der Kanzleramtseinladung von Conchita nicht zu erwarten. Vor gut zwei Jahren war die Künstlerin noch für die Energiewende-Spots der Grünen vor die Kamera getreten. Derartiges ist aber laut gleichlautenden Informationen von Conchitas Management sowie den Grünen nicht geplant.

"Im Moment ist das überhaupt kein Thema", so Berto. Die Intention der Künstlerin sei schon eine politische, aber diese gehe über die Parteigrenzen hinaus, die Botschaft sei eher in Richtung internationaler Weltpolitik gerichtet. Es habe aber schon Einladungen zu diversen Veranstaltungen von Parteien gegeben. Derzeit habe das Team aber ohnehin andere Dinge zu tun, sagte Berto mit Blick auf zahlreiche internationale TV-Einladungen sowie die laufende Auswahl einer Plattenfirma und die "Suche nach Songs für ein mögliches Album". (APA, 13.5.2014)

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