Was Fondsmanager in Banken verdienen

13. Mai 2014, 13:37
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Hohe Belastbarkeit, Engagement, Überzeugungskraft und Durchsetzungsvermögen zeichnen einen erfolgreichen Fondsmanager aus, Spitzenverdiener in Großbanken können mehrere Hundertausend Euro im Jahr verdienen

Fondsmanager in heimischen Banken sind für das Management von Wertpapierfonds unter Umsetzung der Veranlagungsstrategien und unter Rücksichtnahme auf Fondsspezifika verantwortlich. Ihre Aufgabe ist die bestmögliche Performance der betreuten Fonds unter Risk-Return-Gesichtspunkten. Dafür beobachten sie die Entwicklungen auf Kapitalmärkten, in relevanten Branchen und auf politischer Ebene und entwickeln neue Anlagestrategien. Sie stehen in Kontakt mit Managern börsennotierter Unternehmen und analysieren Bilanzen und Finanzstruktur von Unternehmen als Grundlage für ihre Investmententscheidungen.

Fondsmanager sind zentrale Ansprechpartner für die von ihnen gemanagten Fonds, wirken bei Publikationen und Rechenschaftsberichten mit, überwachen die Fonds auf Einhaltung des Investmentfondsgesetzes und der internen Richtlinien und unterstützen vertriebs- und absatzfördernde Tätigkeiten.

Fundierte Kenntnisse der Kapitalmärkte

In der Regel haben Fondsmanager ein volks- oder betriebswirtschaftliches oder mathematisch-statistisches Studium absolviert. Zusätzlich zu ihrem akademischen Abschluss zählen Zusatzausbildungen, wie etwa CFA (Chartered Financial Analyst) oder CEFA (Certified European Financial Analyst) zum Qualitätsstandard. In der Praxis sind fundierte Kenntnisse der Kapitalmärkte und spezifische Branchenkenntnisse für das berufliche Weiterkommen entscheidend.

Zu den wichtigsten Persönlichkeitsmerkmalen zählen eine hohe Belastbarkeit, Engagement, Überzeugungskraft und Durchsetzungsvermögen.

Juniors im Fondsmanagement einer Bank erzielen in den ersten Berufsjahren nach dem Studium üblicherweise Gehälter von durchschnittlich 55.800 Euro brutto pro Jahr inklusive Bonus. Mit 3 bis 7 Jahren Berufserfahrung verdienen sie im Schnitt 82.100 Euro brutto pro Jahr. Ab Mitte 30 verdienen die meisten Fondsmanager jenseits der 100.000 Euro-Grenze. Die Spitzenverdiener erzielen dabei Gehälter von über 200.000 Euro inklusive eines Bonus, der bis zu 100 Prozent des Grundgehalts betragen kann.

Das Einkommen der Führungskräfte

Die Gehälter der Führungskräfte im Fondsmanagement beginnen bei etwa 130.000 Euro brutto pro Jahr inklusive Bonus. Bereichsleiter des Fondsmanagement bzw. Geschäftsführer einer Kapitalanlagegesellschaft verdienen in kleineren und mittleren Banken durchschnittlich 204.300 Euro inklusive Bonus. In den Großbanken betragen die Vergütungen dieser Führungskräfte mehrere Hunderttausend Euro brutto pro Jahr. (Conrad Pramböck, derStandard.at, 13.5.2014)

Conrad Pramböck ist Experte für Gehalts- und Karrierefragen. Er leitet bei der Personalberatung Pedersen & Partners den Geschäftsbereich Compensation Consulting.

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