Kniegelenksspiegelungen für Patienten nutzlos

13. Mai 2014, 13:13
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Eine umfassende Studien-Analyse kommt zu dem Schluss, dass Kniegelenksspiegelungen mit Spülung bei Arthrose nicht helfen

Köln - Kniegelenksspiegelungen haben für den Patienten keinen belegbaren Nutzen. Zu diesem Schluss kommt das deutsche Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in seinem aktuellen Bericht. Die sogenannte Arthroskopie ist seit längerem umstritten.

Bei dieser Methode wird das Kniegelenk gespiegelt und mit Kochsalzlösung gespült, gegebenenfalls wird auch krankhaftes Knorpelgewebe auf diese Weise behandelt. Das soll Beschwerden wie Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern.

Elf Studien analysiert

Doch laut dem Bericht hat die therapeutische Arthroskopie keinen belegbaren Nutzen für Patienten. Das IQWiG fasste verschiedene bereits durchgeführte Studien zusammen, in denen der Nutzen der Arthroskopie mit dem einer Placebo-Operation, der Nichtbehandlung, Krankengymnastik sowie dem Spritzen von Glukokortikoiden oder Hyaluronsäure ins Knie verglichen wurde.

In das Ergebnis flossen insgesamt elf Studien mit mehr als tausend Patienten ein. Lediglich das Spritzen von in der Nebennierenrinde gebildeten Glukokortikoiden in das Kniegelenk schnitt dabei noch schlechter als die therapeutische Arthroskopie ab.

Die Kniegelenk-Arthrose ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung, die mit Schmerzen und verminderter Beweglichkeit einhergeht. Alltägliche Aktivitäten wie das Treppensteigen fallen vielen Betroffenen immer schwerer. In Deutschland erkranken rund 17 Prozent aller Männer und 27 Prozent aller Frauen im Lauf ihres Lebens an Arthrose, vorwiegend in den Hüft- und Kniegelenken. Zu den Risikofaktoren gehören neben Alter und Geschlecht auch genetische Faktoren und Übergewicht. (APA/red, derStandard.at, 13.5.2014)

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