Ametsreiter: "Massive internationale Konsolidierung wird kommen"

13. Mai 2014, 12:37
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Telekom-Chef zum U-Ausschuss: "Die Lernkurve war noch nie so steil wie zu dieser Zeit"

Telekom-Austria-Chef Hannes Ametsreiter sieht die Branche weltweit vor einem Umbruch. Treiber dieser Entwicklung sei die gewaltige Finanzkraft, die US-Unternehmen aufgebaut hätten. In Europa seien viele Firmen zu klein, selbst solche Kaliber wie die Telecom Italia. "Eine massive Konsolidierung wird kommen", sagte er Montagabend vor Wirtschaftstreibenden in Wien.

USA und in Teilen Südkorea und China

Die europäischen Telekomunternehmen seien "relativ günstig" bewertet und die Regulierung mache ihnen ein wirtschaftliches Arbeiten schwer. Nachdem Europa noch vor Jahren bei Handys (Nokia, Ericsson) führend und GSM ein "weltweiter Exportschlager" war, haben diese Führungsposition mittlerweile die USA und in Teilen Südkorea und China übernommen.

"Bankomat" der Politik

Auf Nachfrage ging Ametsreiter auf seine Sicht des U-Ausschusses zu den diversen Telekom-Skandalen (Stichwort: Die teilstaatliche Telekom als "Bankomat" der Politik) ein. Er sei wahrscheinlich der einzige ATX-Manager gewesen, der vor einem U-Ausschuss aussagen musste. Die Einladung dazu hatte er am Vorabend erhalten, bis um ein Uhr in der Früh habe er sich dann mit Mitarbeitern auf seine Aussagen vorbereitet. "Die Lernkurve war noch nie so steil wie zu dieser Zeit", so sein Rückblick auf "kein leichtes Jahr". (APA, 13.5. 2014)

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    foto: reuters
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