EX-NSA Chef zu US-Drohneneinsätze: Töten auf Basis von Metadaten

14. Mai 2014, 08:08
31 Postings

Ehemaliger Chef von NSA und CIA bestätigt, dass gezielte Tötungen maßgeblich mithilfe von Verbindungsdaten durchgeführt werden

Gerne betonen Regierungen und Geheimdienste wie harmlos es sei, Verbindungs- und andere Metadaten aus dem Internet zu sammeln. Immerhin würden diese nur sehr ungenaue Rückschlüsse über die Aktivitäten einzelner Personen zulassen.

Argumente

So ähnlich argumentiert etwa der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND), wenn er die Weitergabe der Telefonnummern Verdächtiger an US-Behörden rechtfertigt. Eine genau Lokalisierung sei mithilfe solcher Informationen gar nicht möglich, insofern könnten diese gar nicht für extralegale Tötungen genutzt werden. Eine Meinung, der sich auch die deutsche Bundesregierung bis heute anschließt.

Wie sich nun zeigt, schätzt man die Zuverlässigkeit dieser Informationen in den USA etwas anders ein, wie heise berichtet: Im Rahmen einer Podiumsdiskussion der Johns Hopkins Universität bestätigte der ehemalige NSA- und CIA-Chef Michael Hayden Anfang April entsprechend Berichte: "Wir töten auf Basis von Metadaten", so Hayden unmissverständlich. Bereits zuvor hatte der ehemalige Drohenpilot Brandon Bryant ähnliche Aussagen getätigt. (red, derStandard.at, 13.5.2014)

  • Der Drohneinsatz des US-Militärs steht immer wieder im Mittelpunkt der Kritik.
    foto: jonathan ernst / reuters

    Der Drohneinsatz des US-Militärs steht immer wieder im Mittelpunkt der Kritik.

Share if you care.