Wr. Neustadt zieht nach 5:2-Sieg an Admira vorbei

12. Mai 2014, 22:21
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Torreiches Niederösterreich-Derby im Finish entschieden - Pfeifenberger-Team springt noch auf Platz acht

Wiener Neustadt - Die am Sonntag wegen starken Regens abgesagte Bundesliga-Partie Wr. Neustadt gegen Admira Wacker ist am Montag mit einem 5:2 (2:0)-Sieg von Wr. Neustadt zu Ende gegangen. Im letzten Saisonspiel überholte das Team von Trainer Heimo Pfeifenberger die Admira und rückte auf Platz acht vor. Männer des Abends waren der dreifache Torschütze Thomas Fröschl und Thomas Pichlmann, der zwei Treffer erzielte.

Das letzte Niederösterreich-Derby in dieser Saison war sportlich von minderem Wert, für zahlreiche Spieler auf beiden Seiten bot sich aber noch die Möglichkeit, sich für zukünftige Aufgaben zu empfehlen. Für die Admira bleibt Wr. Neustadt gewissermaßen ein "Angstgegner", haben die Südstädter doch von den vergangenen sechs Partien gegen die Blau-Weißen nun vier verloren.

Zügige Neustädter Führung

Vor eigenem Publikum fand Wr. Neustadt schneller in die Partie. Thomas Fröschl (2.) und Jürgen Säumel (6.) gaben die ersten Schüsse auf das Tor von Manuel Kuttin ab, und nach einer Viertelstunde brachte Fröschl die Hausherren mit seinem dritten Saisontreffer in Führung. Nach einem weiten Abschlag von Markus Glänzer, der erstmals für die Pfeifenberger-Truppe im Tor stand, gewann der Angreifer das Laufduell mit dem stolpernden Christoph Schößwendter und hob den Ball über Kuttin ins Tor.

Noch sehenswerter war das 2:0, für das wieder Fröschl verantwortlich zeichnete. Nach einem Einwurf und einer Kopfball-Verlängerung von David Witteveen traf der 25-Jährige akrobatisch per Fallrückzieher (22.). Insgesamt hatte aber die Admira mehr Spielanteile und auch ein Plus an Chancen. Ein Kopfball von Stefan Schwab ging an die Latte (19.), einen Versuch von Rene Schicker machte Glänzer unschädlich (32.).

Die beste Gelegenheit vergab Schwab kurz vor der Pause leichtsinnig: Nachdem Glänzer Schicker im Strafraum zu Fall gebracht hatte, entschied Schiedsrichter Dintar auf Penalty. Der "Panenka-Elfer" von Schwab streifte jedoch nur die Latte. Es dauerte bis zur 54. Minute, bis Markus Katzer nach einem Freistoß und zu kurzer Glänzer-Abwehr den Anschlusstreffer markierte.

Admira kommt heran und geht unter

Die Südstädter drängten in der Folge auf den Ausgleich, bei einzelnen Entlastungsangriffen kamen jedoch auch die Gastgeber zu ihren Möglichkeiten. In der 65. Minute war es Schößwendter, der nach einer Schicker-Ecke zum 2:2 einköpfelte. Acht Minuten später war nach einer Kopfball-Ablage des eingewechselten Thomas Pichlmann aber wieder Fröschl für Wr. Neustadt zur Stelle und schoss aus etwa 18 Metern zur neuerlichen Führung ein.

Nach schöner Kombination und flacher Hereingabe des ebenfalls eingetauschten Stefan Rakowitz stellte Pichlmann in der 80. Minute den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Am Ende schob Pichlmann nach erneuter Rakowitz-Vorlage aus kurzer Distanz noch zum Endstand von 5:2 ein (86.). Es war der zehnte Saisontreffer von Pichlmann, zuletzt hatte der 33-Jährige Ende November getroffen. (APA/red - 12.5. 2014)

Bundesliga - 36. Runde (Nachtrag):
SC Wiener Neustadt - FC Admira Wacker Mödling 5:2 (2:0). Stadion Wiener Neustadt, 1.780, SR Dintar.

Tore: 1:0 (16.) Fröschl, 2:0 (22.) Fröschl, 2:1 (54.) Katzer, 2:2 (65.) Schößwendter, 3:2 (73.) Fröschl, 4:2 (80.) Pichlmann, 5:2 (86.) Pichlmann

Wr. Neustadt: Glänzer - Mally (71. Schöpf), Wallner, Sereinig, Berger - Hlinka, Säumel - Koch (62. Rakowitz), Rauter, Fröschl - Witteveen (62. Pichlmann)

Admira: Kuttin - Zwierschitz, Schößwendter, Katzer, Wessely - Windbichler - Schick, Thürauer (76. Gösweiner), Schwab (83. Burusic), Domoraud (83. Pranjic) - Schicker

Gelbe Karten: Glänzer, Koch

Stimmen:

Heimo Pfeifenberger (Trainer Wr. Neustadt): "In den ersten 30 Minuten war ich sehr zufrieden, nach der Pause haben wir dann komplett den Faden verloren. Die Admira hat viel Druck gemacht, vor allem über außen. Nach dem 2:2 war wir die etwas Glücklicheren, das 3:2 fast aus dem Nichts hat uns dann wieder einen Schub beschert. Das 5:2 am Ende war natürlich ein Super-Abschluss der Saison, besonders für die Zuschauer."

Walter Knaller (Trainer Admira): "Unser Ziel war es, zumindest einen Punkt mitzunehmen und die Nummer eins in Niederösterreich zu sein. In der ersten Hälfte sind wir nicht so richtig in Schwung gekommen, bei Kontern waren wir offen und unorganisiert. Der Elfmeter von Schwab war etwas schlampig geschossen. In der zweiten Hälfte haben wir verdient den Ausgleich erzielt, insgesamt haben wir aber nicht den richtigen Zugang zum Spiel gehabt. Das 2:3 war die Wende zur Niederlage. Wir werden aber an unseren Schwächen

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