Google Play Services: Update mit vielen versteckten Neuerungen

12. Mai 2014, 15:12
3 Postings

Version 4.4 erlaubt Street View-Einbindung in Apps - Android-Wear-Support und Firmware Updater enthalten

Vor wenigen Tagen hat Google eine neue Version seiner Google Play Services angekündigt. Das Pakt, das mit Google verbundene Programmierschnittstellen und Service zusammenfasst, wird in den kommenden Tagen automatisch auf allen aktuellen Androidgeräten auf den neuesten Stand gebracht.

Street View

Offiziell bringt die Version 4.4 vor allem ein neues Feature: DrittentwicklerInnen können jetzt Street-View-Aufnahmen in eigene Apps einbinden. Darüberhinaus wurde das Indoor-API für Google Maps aktualisiert. Und es gibt neue Schnittstellen, über die Art der Fortbewegung der NutzerInnen genauer als bisher abgefragt werden kann. Google verspricht dabei nun auch zwischen Gehen und Laufen unterscheiden zu können.

Auseinandergenommen

Hinter den Kulissen scheint Google aber noch an deutlich größeren Änderungen zu arbeiten. Bei Android Police hat man bemerkt, dass das zugehörige Paket satte 30 Prozent größer geworden ist, und hat etwas genauer nachgesehen, was sich darin noch so alles versteckt. Und dabei offenbart sich durchaus Interessantes.

Android Wear

So beinhalten die Play Services 4.4 bereits all die notwendigen APIs für das Zusammenspiel mit Android-Wear-Geräten. Kommen also in den nächsten Wochen die ersten Smartwatches mit dem neuen System auf den Markt, sollten damit automatisch praktisch alle halbwegs aktuellen Android-Smartphones zusammenarbeiten können. Das Installieren einer eigenen Companion-App wird also nicht länger vonnöten sein.

Firmware

Für einige Verblüffung sorgt eine andere Neuerung: Die Play Services enthalten nun einen voll funktionstüchtigen Firmware Updater, der sich auch bereits über die Kommandozeile aufrufen lässt. Rein optisch sieht er haargenau so aus, wie der offizielle Android-Updater, Aktualisierungen stehen dort aber natürlich noch keine zur Verfügung.

Realität

Trotzdem bleib unklar, was Google damit erreichen will. Die Auslieferung von Updates für die Geräte anderer Hersteller wird es jedenfalls nicht sein, abgesehen von den technischen Hürden würde dies auch schlicht bestehende Verträge mit den Herstellern verletzen. Eventuell will man sich hier also nur eine Möglichkeit verschaffen, den Firmware Updater außerhalb großer Versionssprünge zu aktualisieren, falls es einmal Probleme mit dieser Komponente selbst gibt. Wirklich relevant wäre dies derzeit also nur für die Nexus-Geräte - und zukünftig eventuell für das Android-Silver-Programm. (apo, derStandard.at, 12.5.2014)

Share if you care.