Arcandor: Prozess um Ex-Chef beginnt von vorn

12. Mai 2014, 12:36
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Die Staatsanwaltschaft wirft Thomas Middelhoff vor, den Handelskonzern zu Unrecht mit betriebsfremden Kosten belastet zu haben

Essen - Wegen eines Formfehlers hat das Untreueverfahren gegen den früheren Chef des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor, Thomas Middelhoff, am zweiten Verhandlungstag noch einmal von vorne beginnen müssen. Das Essener Landgericht hatte es am ersten Prozesstag versäumt, einen Kammerbeschluss zur möglichen Befangenheit einer Schöffin herbeizuführen, teilte der Vorsitzende Richter Jörg Schmitt am Montag mit.

Zwar holte die Kammer dies am zweiten Verhandlungstag nach und hielt die Schöffin für nicht befangen. Doch mussten sowohl die Anklageverlesung als auch eine mehr als zweistündige persönliche Erklärung Middelhoffs wiederholt werden.

Die Staatsanwaltschaft Bochum wirft Middelhoff vor, den inzwischen pleitegegangenen Handelskonzern zu Unrecht mit betriebsfremden Kosten in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro belastet zu haben. Hauptsächlich geht es um Flüge mit Charterflugzeugen und Hubschraubern, die von Arcandor bezahlt wurden, nach Auffassung der Anklagebehörde aber ganz oder teilweise nicht dienstlich veranlasst waren. Middelhoff hatte die Vorwürfe am ersten Verhandlungstag entschieden zurückgewiesen. (APA, 12.5.2014)

  • Schwere Vorwürfe belasten Thomas Middelhoff.
    foto: apa/epa/roland weihrauch

    Schwere Vorwürfe belasten Thomas Middelhoff.

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