Nowotny: Senken von Leitzinsen wäre zu wenig

12. Mai 2014, 12:21
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Der Nationalbank-Chef hielte für den Fall der Fälle ein Paket an Maßnahmen für sinnvoll, das Senken der Leitzinsen könnte ein Teil davon sein

Wien - Sollten die neuen Inflationsprognosen im Juni zu niedrig ausfallen, wäre ein Absenken der Leitzinsen als Reaktion der Europäischen Zentralbank (EZB) wohl zu wenig, sagte OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny am Montag bei einer Konferenz der Nationalbank in Wien. Er halte ein Paket für sinnvoll, der Leitzins könne ein Teil davon sein.

Zu der Debatte um einen zu starken Euro sagte Nowotny, dass Österreichs Industrie damit sehr gut zurechtkäme. Auch wenn andere Länder dadurch Probleme hätten, lebe man in einer Welt flexibler Wechselkurse. EZB-Vizepräsident Vitor Constancio, der ebenfalls an der Konferenz in Wien teilnimmt, bekräftigte den Stellenwert des Inflationsausblicks, der im Juni neu veröffentlicht wird.

Es werde eine Vielzahl an Möglichkeiten geprüft, wie man dann damit umgehen könne. Über deren Einsatz wollte er aber nicht spekulieren. EZB-Präsident Mario Draghi hatte vergangene Woche den bisher deutlichsten Hinweis auf ein Handeln der EZB im Juni gegeben. Er sagte, die Notenbank "fühle sich wohl", im Juni zu handeln. (APA/Reuters/red, derStandard.at, 12.5.2014)

  • OeNB-Chef Nowotny gibt Einblicke in die Debatte der EZB.
    foto: apa/neubauer

    OeNB-Chef Nowotny gibt Einblicke in die Debatte der EZB.

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