"The Sims 4" wegen Homosexualität in Russland erst ab 18 Jahren erhältlich

12. Mai 2014, 12:18
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Wegen Gesetz "zum Schutz der Kinder vor Informationen, die schädlich für ihre Gesundheit und Entwicklung sind"

Das kommende Lebenssimulationsspiel "The Sims 4" erhält in Russland eine Alterseinstufung von 18+. Dies sei einer Mitteilung von Hersteller Electronic Arts auf das lokale Gesetz 436-FZ "zum Schutz der Kinder vor Informationen, die schädlich für ihre Gesundheit und Entwicklung sind" zurückzuführen. Gemeint ist damit, dass es in "The Sims 4" möglich ist, gleichgeschlechtliche Beziehungen einzugehen.

In Europa wird das Spiel nach PEGI ab 12 Jahren erhältlich sein.

Bewerbung von Homosexualität

Das Gesetz 436-FZ wurde im Jahr 2010 verabschiedet und sorgte weltweit für Kritik. Vergangenes Jahr wurde es abgeändert, um die Bewerbung von Homosexualität in Russland unter Strafe zu stellen. Präsident Vladimir Putin geriet dadurch persönlich in Kritik und nahm im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Sotchi Stellung. "Russland hat kein Verbot für nichttraditionelle sexuelle Beziehungen. Wir haben ein Verbot für die Propaganda von Homosexualität und Pädophile. Das möchte ich betonen. Propaganda unter Kindern", sagte Putin damals.

Deshalb wird auch "The Sims 4" nur einem erwachsenen Publikum zugänglich gemacht. 

Soziale Stellung

Homosexualität sorgte vergangene Woche auch in einem anderen Videospiel für Aufregung. Nämlich, als bekannt wurde, dass Nintendo bei seinem Beziehungsgame "Tomodachi Life" keine gleichgeschlechtlichen Verbindungen zulässt. Nach heftiger Kritik entschuldigte sich der Hersteller am Wochenende schließlich bei Spielern, die sich dadurch ausgegrenzt fühlen. Eine Änderung des Spiels diesbezüglich wurde jedoch nicht angekündigt. (zw, derStandard.at, 12.5.2014)

  • "The Sims 4"
    foto: ea

    "The Sims 4"

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