Netzneutralität: FCC will "Überholspur" im Web diskutieren

12. Mai 2014, 10:05
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Nach Protesten strebt man nun eine Überarbeitung der vorgeschlagenen Richtlinien an

Nach Protesten aus der Internet-Branche will die US-Telekommunikationsbehörde FCC laut einem Zeitungsbericht ihre Pläne für eine bezahlte Überholspur im Netz abschwächen. So solle es die Zusicherung geben, dass die Daten, für die nicht zusätzlich bezahlt wird, von den Netzbetreibern nicht abgebremst werden, berichtete das Wall Street Journal am Montag.

Grundsatzdiskussion um Überholspur

Die FCC (Federal Communications Commission) wolle auch eine Diskussion darüber starten, ob solche Deals für Vorfahrt gegen Entgelt nicht grundsätzlich untersagt werden sollten, schrieb die Zeitung unter Berufung auf informierte Personen.

Protest der IT-Unternehmen

Vergangene Woche hatten mehr als 150 amerikanische Online-Unternehmen von der US-Regierung gleiche Bedingungen für alle im Internet gefordert. Sie wurden angeführt von Netz-Giganten wie Google, Facebook, Microsoft, Netflix oder Amazon.

Das Prinzip der Netzneutralität besagt, dass alle Daten im Netz grundsätzlich gleich behandelt werden müssen. Vor allem die Telekom-Unternehmen fordern Ausnahmen, um zum Beispiel medizinischen oder TV-Diensten eine eigene Spur anbieten zu können. Gegner fürchten, dass solche Möglichkeiten auch genutzt werden würden, um Kunden und Webdienstleister zusätzlich zur Kasse zu bitten. (APA/red, 12.05.2014)

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