Mindestens 36 Tote bei Bootstragödie vor Libyen

11. Mai 2014, 17:55
30 Postings

Unglück vier Kilometer vor der Küste - Mindestens 42 weitere Insassen werden vermisst

Im Mittelmeer hat sich eine neue Flüchtlingstragödie ereignet. Vor der Küste Libyens kamen bei einem Schiffsunglück mindestens 36 Flüchtlinge ums Leben, berichte die Marine des nordafrikanischen Landes am Sonntag. Mindestens 42 weitere Flüchtlinge würden nach dem Unglück, das sich etwa vier Kilometer vor der Küste ereignete, vermisst. 52 Flüchtlinge seien gerettet worden.

Durch Libyen verläuft eine der wichtigsten Flüchtlingsrouten von Afrika nach Europa. Tausende Migranten versuchen jedes Jahr, mit Booten die vergleichsweise kurze Distanz nach Malta und Italien über das Mittelmeer zurückzulegen. 

Dutzende Vermisste in Wüste zwischen Algerien und Niger

Eine Flüchtlingstragödie dürfte sich auch in der Wüste zwischen Algerien und Niger ereignet haben. Sicherheitskräfte suchen dort nach dutzenden vermissten Einwanderern. Sicherheitskräfte aus beiden Ländern seien in der Region im Einsatz, sagte ein Parlamentsabgeordneter der in Algerien regierenden Nationalen Befreiungsfront am Sonntag. Laut algerischen Presseberichten wurden auf der nigrischen Seite der Grenze am Sonntag 13 Leichen gefunden.

33 Menschen, die meisten davon Frauen und Kinder, würden in dem Wüstengebiet vermisst. Die Sahel- und Sahararegion leidet unter der Gewalt von Dschihadisten und Nahrungsmittelknappheit. Trockenheit im Sahelgebiet verschlimmerte die humanitäre Krise dort noch. In den vergangenen Monaten flüchteten zehntausende Menschen aus Mali und Nigeria auf der Suche nach Nahrung und einem besseren Leben nach Niger. Die UNO hatte kürzlich gewarnt, fünf Millionen Kindern in der Sahelregion drohe akute Unterernährung. (APA/AFP, 11.5.2014)

Share if you care.