Oliver Glasner in Ried ante portas

11. Mai 2014, 16:20
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Innviertler werden Rieder Urgestein aus Salzburg zurückholen und als Trainer installieren - Verein wird umstrukturiert

Ried im Innkreis - Fußball-Bundesligist SV Ried steht vor der Verpflichtung von Oliver Glasner als neuem Cheftrainer. Wie Ried-Manager Stefan Reiter am Sonntag vor dem abschließenden Saisonheimspiel gegen Rapid bekanntgab, habe man mit dem Rieder Urgestein, das seit 2012 als Co-Trainer von Roger Schmidt bei RB Salzburg arbeitete, vorläufige Einigung erzielt.

"Es gab nur zwei Personen, mit denen ich gesprochen habe", betonte Reiter im Hinblick auf die Suche für einen Nachfolger von Michael Angerschmid. "Die erste Person war Adi Hütter, die zweite Person, die ich jetzt noch nicht als neuen Trainer vorstellen kann, Oliver Glasner." Nur bei diesen beiden wäre man zu "hundert Prozent" überzeugt gewesen. Mit Glasner seien nur "noch Details zu klären", die offizielle Bekanntgabe könnte Mitte nächster Woche erfolgen.

Glasners hätte laut Reiter Schmidt als Co-Trainer zu Bayer Leverkusen folgen können, habe einen unterschriftsreifen Vertrag vorliegen gehabt. "Er verzichtet auf viel Geld." Glasner selbst begründete seinen Schritt folgendermaßen: "Es war eine Bauchentscheidung, was ich mache, ob ich den Schritt zum Cheftrainer nehme, und ich habe mich dann entschieden, das Angebot von Ried anzunehmen", sagte Glasner im "Sky"-Interview.

Ried statt Leverkusen

"Natürlich wäre es auch sehr reizvoll gewesen, Roger Schmidt nach Leverkusen zu folgen, aber mich hat einfach mehr gereizt, einmal selbst in der Verantwortung zu stehen", erklärte der 39-Jährige, der sich bei seinem Noch-Arbeitgeber Red Bull Salzburg für die Freigabe bedankte. "Ich habe das Handwerk in den letzten Jahren gelernt, und die Art, wie wir heuer gespielt haben, ist auch die Art von Fußball, die ich mir vorstelle. Ich hoffe, dass es mir gelingt, in Ried einen Spielstil auf den Platz zu bringen, wo man sieht, das ist die Handschrift von Oliver Glasner."

Resümee und Ausblick

Die abgelaufene Saison reihte Reiter unter der Rubrik "nicht so schlecht" ein. "Wir wissen auch, dass wir vom Verein Fehler gemacht haben. Doch aus Fehlern lernt man", betonte Reiter. "Solange ich sportlicher Leiter bin, wird es keine emotionalen, sondern rein rationale Entscheidungen geben", merkte er wohl auch im Hinblick auf die umstrittene Trennung von Angerschmid an.

In der kommenden Saison will Ried wieder auf die internationale Bühne zurückkehren, dafür aber keine finanziellen Abenteuer eingehen. "Wir werden keine Namen holen, doch ich verbürge mich dafür, dass wir qualitativ gute Spieler holen. Wir wollen um internationale Startplätze mehr als nur mitspielen", gab Reiter zu Protokoll.

Ob Goalgetter Rene Gartler bleibt, ist nach wie vor unklar. "Er hat noch kein Vertragsangebot von einem anderen Verein. Es gibt aber Interessenten aus Deutschland", sagte Reiter.

Auch organisatorisch stehen dem Verein Änderungen bevor, mit der Ausgliederung des Profibetriebs in eine Tochtergesellschaft soll den Anforderungen an einen modernen Club Rechnung getragen werden.  (APA, 11.5.2014)

  • Oliver Glasner wird lieber Trainer in Ried, als Co-Trainer in Leverkusen.
    foto: apa/ expa/ jürgen feichter

    Oliver Glasner wird lieber Trainer in Ried, als Co-Trainer in Leverkusen.

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