Tote bei Anschlag im Jemen

11. Mai 2014, 14:52
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Autobomben-Anschlag auf Militärpolizei-Stützpunkt forderte laut Al-Arabiya elf Todesopfer

Sanaa - US-Sicherheitsbeamte haben im Jemen zwei bewaffnete Entführer erschossen. Wie die "New York Times" am Samstag unter Berufung auf Regierungsbeamte berichtete, handelt sich bei den beiden Amerikanern um einen Offizier des Geheimdienstes CIA und einen Angehörigen eines Spezialeinheit.

Sie hatten sich am 24. April mit Waffengewalt zur Wehr gesetzt, als zwei Militante versucht hatten, sie aus einem Friseursalon in der Hauptstadt Sanaa zu verschleppen. Die jemenitischen Behörden hatten damals zwar über den Zwischenfall berichtet. Die Identität der Ausländer hatten sie jedoch verschwiegen.

Die Enthüllung, dass es sich um US-Botschaftsangehörige handelte, kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt für die Regierung in Sanaa. Denn die von der Regierung geduldeten US-Drohnenangriffe auf mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder ist in der Bevölkerung nicht unumstritten.

Die Gewalt in dem südarabischen Land nimmt zu. Erst am Freitag hatten Militante einen Kontrollpunkt am Präsidentenpalast angegriffen. Bei einem Autobomben-Anschlag auf einen Stützpunkt der Militärpolizei in der östlichen Hafenstadt Al-Mukalla wurden nach Informationen des Nachrichtensenders Al-Arabiya am Sonntag elf Menschen getötet.

Das jemenitische Innenministerium versetzte seine Einsatzkräfte in Sanaa in Alarmbereitschaft, weil Al-Kaida-Kämpfer neue Anschläge in der Hauptstadt planen sollen. Lokale Medien berichteten über Gefechte zwischen Armeeangehörigen und der Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) in den Provinzen Schabwa und Marib.

Die Regierungstruppen hatten in der vergangenen Woche eine Offensive gegen die radikalen Islamisten begonnen, die zuletzt mehrere Angriffe auf Ausländer in Sanaa verübt hatten. Die US-Botschaft ist derzeit wegen akuter Terrorgefahr geschlossen. Ein französischer Sicherheitsbeamter, der für die EU-Delegation arbeitete, war in der vergangenen Woche in Sanaa erschossen worden. Wenige Tage zuvor hatten sich zwei Angehörige der deutschen Botschaft vor Angreifern in Sicherheit bringen können.

Mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder griffen am Sonntag in Sanaa eine Straßensperre in der Nähe des Präsidentenpalastes an. Nach Angaben des Innenministeriums kam es zu einem Schusswechsel. Drei mutmaßliche Al-Kaida-Terroristen und ein Zivilist wurden erschossen. (APA, 11.5.2014)

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