NSA-Ausschuss: Snowden soll in Schweizer Botschaft befragt werden

11. Mai 2014, 10:34
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Dort sei eine abhörsichere Video-Schalte möglich, so der Ausschussvorsitzende Sensburg

Der NSA-Untersuchungsausschuss des deutschen Bundestags könnte Edward Snowden in der Schweizer Botschaft in Moskau befragen. Das schlug Ausschussvorsitzender Patrick Sensburg von der CDU im deutschen Spiegel vor.

"Abhörsicher"

Begründet wird dies mit "hervorragenden Sicherheitstechnologien", die von der Schweiz eingesetzt werden. Sie machten eine "abhörsichere Video-Schalte nach Deutschland möglich", so Sensburg im Spiegel.

Hickhack um Snowden

Der Untersuchungsausschuss hatte vergangene Woche nach einigem Hin und Her eine Befragung des Whistleblowers beschlossen. Wo und wie Snowden mit den Ausschussmitgliedern kommunizieren soll, war allerdings schon länger strittig: So hatte ein Gutachten der deutschen Bundesregierung gewarnt, dass Snowden bei einer Reise nach Deutschland in die USA ausgeliefert werden müsse.

Politische Spannungen

Gegen eine Befragung in Moskau sprechen wiederum Überwachungsmaßnahmen der russischen Geheimdienste und die aktuellen politischen Spannungen mit Russlands Präsident Putin. Sensburg bekräftigte gegenüber dem Spiegel noch einmal diese Bedenken: Eine Befragung Snowdens in Deutschland sei aber weiter eine Option, so der Ausschussvorsitzende. (fsc, derStandard.at, 11.5.2014)

  • Der Ort einer Snowden-Befragung im NSA-Untersuchungsausschuss bereitet deutschen Parlamentariern Kopfzerbrechen
    foto: reuters/kessler

    Der Ort einer Snowden-Befragung im NSA-Untersuchungsausschuss bereitet deutschen Parlamentariern Kopfzerbrechen

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