Firefox rückt von Werbeplänen ab

11. Mai 2014, 09:37
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Mozilla hatte geplant, in neu geöffneten Browsertabs Werbeanzeigen zu platzieren

Es sollte ein "Mehrwert für User" werden: Mit diesen Worten kündigte Mitchell Baker, Chefin der Mozilla-Foundation, vor drei Monaten die Anzeige von Werbung im Firefox-Browser an. Konkret sollten Werbeeinblendungen beim Öffnen eines neuen Tabs erscheinen, also genau dort, wo momentan die häufigst aufgerufenen Seiten als Miniatur gezeigt werden.

Community kritisierte Pläne

Jetzt ist Mozilla von den Plänen offenbar wieder abgerückt, wie dessen Vizepräsident Jonathan Nightingale in einem Blogbeitrag erklärt: Die Vorschläge, was beim Öffnen eines neuen Tabs passiert, seien nicht gut angekommen. Teile der Community hätten vor kommerziellem Ausverkauf und optischen Mängeln gewarnt, so Nightingale.

"Werden experimentieren"

Daher werde man die Pläne für frische Tabs nun überarbeiten. "Wir werden experimentieren", so der Firefox-Vizepräsident. Beispielsweise könnte auf wichtige Open-Source-Websites hingewiesen oder eigene Produkte vorgestellt werden. Der Verkauf von Werbeanzeigen hätte für Mozilla ein lukratives Geschäft bedeutet: Heise weist daraufhin, dass sich das Unternehmen ausschließlich aus Spenden finanziert. (fsc, derStandard.at, 11.5.2014)

  • Die Pläne der Mozilla-Chefin Mitchell Baker stießen auf Ablehnung
    foto: reuters/ho

    Die Pläne der Mozilla-Chefin Mitchell Baker stießen auf Ablehnung

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