Sanierungsreigen der Wiener U6-Stationen geht in die nächste Runde

11. Mai 2014, 09:20
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Ab kommendem Wochenende Arbeiten in Haltestelle Thaliastraße mit nächtlichem Ein-Gleis-Betrieb - Alser Straße folgt ab Ende Juni - U6-Renovierungspaket dauert bis 2020

Wien - Die Wiener Linien wollen bis 2020 alle historischen Otto-Wagner-Stationen entlang der U-Bahnlinie U6 auf Vordermann gebracht haben. Ein Teil ist schon erledigt. Am kommenden Wochenende startet nun die nächste Sanierungstranche. Ab der Nacht von 18. auf 19. Mai wird die Haltestelle Thaliastraße sechs Wochen lang renoviert. In der Nacht kommt es für die Fahrgäste zu leichten Einschränkungen.

Neben der Erneuerung des Dachs und der Sanierung der Betonsockel müssen auch die Bahnsteigkanten in Schuss gebracht werden. Das soll bei laufendem Betrieb geschehen, teilten die Verkehrsbetriebe am Sonntag mit. Allerdings kann die Station in den Nächten, ab ca. 22.00 Uhr, nur eingleisig befahren werden. Dadurch verlängert sich die Wartezeit auf die nächste U-Bahn von den üblichen siebeneinhalb Minuten auf dann zehn Minuten. Bis 27. Juni soll die Sache erledigt sein - vorerst: Denn Ende 2014/Anfang 2015 werden die Bahnsteigoberflächen in der Thaliastraße saniert.

Dafür wird ab Ende Juni an der Haltestelle Alser Straße gewerkt. Das gut 115 Jahre alte und denkmalgeschützte Otto-Wagner-Gebäude wird in den nächsten zwei Jahren von Kopf bis Fuß saniert. Heuer ist bis Ende November einmal die erste Hälfte an der Reihe. In dieser Zeit ist die Station in Richtung Siebenhirten nicht zugänglich, die Züge halten deshalb auch nicht in dieser Fahrtrichtung. Ab Frühjahr 2015, wenn mit der zweiten Hälfte begonnen wird, gilt dies dann für die Fahrtrichtung Floridsdorf.

Bereits Mitte Juni, am Wochenende des 14./15. Juni, fährt die U6 nur bis Dresdner Straße statt bis nach Floridsdorf. Grund ist ein Weichentausch. Wer bis zur Endstelle muss, kann bereits bei der Jägerstraße den Straßenbahn-Ersatzverkehr benutzen.

Abgesehen von den anstehenden Sanierungen sind bis 2020 auf der U6 weitere Großprojekte vorgesehen. Bis 2016 erfolgen die Bahnsteigrenovierung und die Installierung eines Blindenleitsystems in Michelbeuern. 2016/2017 folgt die Generalsanierung der Station Währinger Straße, von 2018 bis 2020 jene der Nußdorfer Straße. Außerdem wird bis 2020 noch die Außenfassade der Station Gumpendorfer Straße instand gesetzt. Details zum genauen Zeitplan bzw. zu eventuell nötigen (Teil-)Sperren gebe es noch nicht, hieß es auf APA-Nachfrage. Das gesamte U6-Sanierungspaket lassen sich die Wiener Linien 50 Millionen Euro kosten. (APA, 11.5.2014)

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