Uni-Ferien: Wie verbringen Sie den Sommer?

13. Mai 2014, 08:41
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Unbezahltes Praktikum, Sommeruni oder Rucksackreise?

Sommerferien - zwei bis drei Monate süßes Nichtstun, sich einfach mal von Unistress und Prüfungswochen erholen. Schön wärs. Jetzt sind Praktika, Seminararbeiten oder Sommerkurse auf dem Programm.

Schuften für den Lebenslauf

Eine Studie der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (Forba) kommt zu dem Ergebnis, dass bei freiwilligen Praktika etwa zwei Drittel bezahlt sind, bei Pflichtpraktika nur mehr knapp ein Drittel. Hinzu kommen die Lebenserhaltungskosten bei schlecht oder gar nicht bezahlten Praktika im In- und Ausland und dabei werden Praktikanten wie Vollzeitarbeitskräfte eingesetzt.

Viele Studierende arbeiten während der Ferien, um sich ihr Budget für das restliche Jahr aufzubessern. In der Gastronomie oder im Tourismus locken Jobs mit vielen Stunden und Trinkgeld, bei denen in wenigen Monaten ein paar Tausend Euro verdient werden können. Aber in den Ferien ist Ausbildung immer öfter ein Thema: Hochschulen bieten im Sommer Kurse an. Auf der Wirtschaftsuniversität Wien zum Beispiel werden sie „Studienbeschleunigungsprogramm“ genannt und bieten Gelegenheit, verlorene Zeit aus dem Semester aufzuholen oder mit Zusatzqualifikationen den Lebenslauf aufzupolieren.

Die Batterien aufladen

Einige schaffen es dennoch im Sommer auch ein wenig zu entspannen. Mit dem Rucksack durch Europa oder einen anderen Kontinent, neue Kulturen und Menschen kennenlernen, um mit neuen Perspektiven und prall gefüllten Adressbüchern zum Studienalltag zurückzukehren. Am Strand die Bücher lesen, zu denen man sonst nie kommt oder mit Freunden stundenlang Kaffee trinken, die man schon ewig nicht mehr gesehen hat.

Wie werden Sie die Ferien verbringen?

Sind Ferien längst nicht mehr das, was sie einmal waren, weil es gilt die vorlesungsfreie Zeit möglichst effizient zu nutzen? Oder ist es in Zeiten von starren Lehrplänen um so wichtiger, in den Ferien auch mal links und rechts des Weges zu blicken? Erzählen Sie uns, was Sie im Sommer vorhaben! (derStandard.at, 13.5.2014)

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