FIFA-Boss Blatter kein bisschen müde

9. Mai 2014, 12:50
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Schweizer steht nach 16-jähriger Amtsperiode erneut als Kandidat für die Präsidentenwahl zur Verfügung

Zürich - Joseph Blatter hat endgültig klargestellt, dass er sich im Mai 2015 noch einmal für vier Jahre zum FIFA-Präsidenten wählen lassen möchte. "Ich will es machen. Weil es noch nicht vorbei ist", sagte der 78-Jährige am Donnerstagabend im Rahmen einer Podiumsdiskussion der Schweizer Zeitung "Blick" auf die Frage, ob er den FIFA-Kongress bitten werde, ihn erneut zu wählen.

"Meine Amtszeit ist zwar zu Ende, aber meine Mission ist noch nicht fertig", unterstrich Blatter, der seine fünfte Periode als Chef des Fußball-Weltverbandes anstrebt. Einziger offizieller Gegenkandidat ist bisher der Franzose Jerome Champagne. UEFA-Präsident Michel Platini hat eine Kandidatur bisher offengelassen.

Im vergangenen März hatte Blatter eine endgültige Entscheidung noch davon abhängig gemacht, ob ihn der FIFA-Kongress am 10. und 11. Juni unmittelbar vor der WM in Brasilien bitten werde, noch einmal anzutreten. Der frühere Generalsekretär führt die FIFA seit fast 16 Jahren.

Allerdings steht der Weltverband unter Blatters Ägide seit Jahren und nicht zuletzt wegen der Vergabe der WM 2018 an Russland und 2022 an Katar massiv in der Kritik. Die Entscheidungen sind von Korruptionsvorwürfen überschattet, der WM-Gastgeber Katar ist zudem wegen der klimatischen Verhältnisse und den Bedingungen auf den WM-Baustellen heftig umstritten.

Champagne sprach von einer Kultur des Unter-den-Teppich-Kehrens in der FIFA und forderte eine neue Debatte. Der Franzose gilt jedoch als Strohmann von Blatter, dem keinerlei Chancen auf den Weltverbands-Thron eingeräumt werden.

Platini hingegen wäre ein gewichtiger Herausforderer seines einstigen "Ziehvaters" und nunmehrigen großen Rivalen Blatter. Der UEFA-Boss hatte in der Vergangenheit regelmäßig betont, über seine Kandidatur als FIFA-Chef erst nach der WM in Brasilien zu entscheiden. Die Wahl des FIFA-Präsidenten geht im Mai 2015 im Rahmen des FIFA-Kongresses in Zürich über die Bühne. (APA/dpa, 9.5.2014)

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