Kerry: Die Welt soll entführten Mädchen in Nigeria helfen

9. Mai 2014, 12:53
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US-Spezialistenteam nach Nigeria gereist - 30 Tote bei Anschlag im Norden

Abuja/Washington - US-Außenminister John Kerry hat an die internationale Gemeinschaft appelliert, zur Rettung der über 200 entführten Mädchen in Nigeria beizutragen. "Die gesamte Welt sollte diese Schandtat nicht nur verdammen, sondern alles nur Mögliche tun, um Nigeria in den nächsten Tagen zu helfen", sagte Kerry am Donnerstag in Washington. Mitglieder eines US-Teams würden derzeit in Nigeria eintreffen.

Die USA würden alles tun, damit die verschleppten entführten Mädchen wieder zu ihren Familien zurück können. "Wir tun zugleich alles Mögliche, um der Gefahr von Boko Haram zu begegnen", sagte er mit Blick auf die islamistische Terrorgruppe, die hinter der Entführung in dem afrikanischen Land steckt. Dem US-Team gehören nach offiziellen Angaben unter anderem Spezialisten der Bundespolizei FBI und des Militärs an.

Internationale Hilfe

Neben den USA und Großbritannien boten bereits weitere Länder der Regierung in Nigeria Hilfe an, darunter Frankreich, China und Kanada. Mehr als 200 Mädchen waren vor über drei Wochen aus einer Schule im nördlichen Bundesstaat Borno verschleppt worden. Trotz intensiver Suche fehlt von ihnen jede Spur. Zu der Tat hat sich Boko Haram bekannt.

Mutmaßliche Islamisten haben unterdessen in Nordnigeria eine Brücke gesprengt und dabei 30 Menschen in den Tod gerissen. Der Bombenanschlag habe sich am Donnerstagabend in dem Dorf Gamboru Ngala an der Grenze zu Kamerun ereignet, berichtete die Zeitung "Punch" am Freitag. Auch hinter dieserTat wird die Terrorgruppe Boko Haram vermutet, die erst vor wenigen Tagen in dem gleichen Dorf über 300 Menschen ermordet hatte. Die Einwohner hielten offenbar gerade ein Massenbegräbnis ab, als die Extremisten erneut zuschlugen. (APA, 9.5.2014)

  • Unter dem Hashtag #bringbackourgirls hat sich in den vergangenen Tagen der öffentliche Druck zur Aufklarung der Enführungen vergrößert.
    foto: ap photo/ben curtis

    Unter dem Hashtag #bringbackourgirls hat sich in den vergangenen Tagen der öffentliche Druck zur Aufklarung der Enführungen vergrößert.

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