AT&S-Chef: Lohnnebenkosten in Österreich viel zu hoch

8. Mai 2014, 16:37
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Bildung und Forschung verlieren - Industrie für hohen Lebensstandard wichtig

Bei der heutigen Pressekonferenz des Leiterplattenherstellers AT&S hat sich Vorstandschef Andreas Gerstenmayer an der Standortdebatte beteiligt: Österreich brauche seine Industrie, um den hohen Standard aufrechterhalten zu können, mahnte er. Die AT&S bekenne sich "bis auf weiteres" zum Standort Österreich, sehe aber große Probleme, von den zu hohen Lohnnebenkosten bis zur Bildungssituation.

Staat soll Verwaltung abspecken

Der Manager beklagte die mangelnde Dialogbereitschaft in Österreich. Ohne echten Dialog könnten die Probleme gar nicht offen angesprochen und Lösungswege gesucht werden. Die hohen Lohnnebenkosten in Österreich seien das Symptom, dass sich der Staat zu viel leiste. So wie die Unternehmen auf Kosten und Effizienz schauen, so müsste das auch der Staat tun und seine Verwaltung abspecken. "Ich würde den Mitarbeitern mehr zahlen, aber Steuern und Beiträge fressen das meiste wieder auf", sagte Gerstenmayer.

Probleme ortet der CEO auch bei der Bildung: In Österreich werde zu wenig auf Bildung und Forschung geschaut, damit laufe das Land im internationalen Wettbewerb Gefahr zurückzubleiben. Gerade die AT&S sei quasi der letzte noch europäische Leiterplattenhersteller in einem von Asien und den USA dominierten Markt, sie müsse auf hohe Qualität und bestausgebildete Mitarbeiter setzen, um erfolgreich zu bleiben. (APA, 08.05.2014)

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    foto: at&s
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