Berlusconi beginnt am Freitag Sozialdienst: "Werde Leidenden helfen"

8. Mai 2014, 11:29
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Ex-Premier soll in Mailänder Seniorenheim Alzheimer-Patienten helfen

Rom - Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi, der am Freitag seinen Sozialdienst in einem Mailänder Seniorenheim antreten wird, ist zuversichtlich, dass er Alzheimer-Patienten Hilfe leisten werden könne. "Ich beginne mit dieser Erfahrung im Bewusstsein, dass ich denjenigen helfen werden kann, die in Not sind. Das wird mich selber bereichern", sagte Berlusconi in einem Radiointerview am Donnerstag.

Mit seiner Mutter habe er öfters leidende Menschen in Krankenhäusern besucht. "Ich habe von ihr gelernt, dass Personen in Not zu helfen, bereichernd ist", erklärte der Ex-Premier.

Berlusconi beschwerte sich über die Strafe. "Es ist absurd, dass eine Person mit meiner Vergangenheit von Sozialarbeitern betreut werden muss. Für einen Mensch, der seit 20 Jahren einen Kampf für die Freiheit in seinem Land führt, ist das eine gravierende Strafe. Es ist nicht angenehm, in der eigenen Freiheit beschränkt zu werden", klagte Berlusconi. Wegen der Ungerechtigkeiten, die er erlitten habe, werde er sicher bald heiliggesprochen werde, scherzte der Ex-Regierungschef.

"Wird mit Leid in Berührung kommen"

Berlusconi wird sich in dem Seniorenheim um Alzheimer-Patienten kümmern, sagte der Heimleiter Paolo Pigni. "Berlusconi wird an keiner unterhaltsamen Aktivität teilnehmen und nicht im Büro arbeiten. Er wird mit Leid und Situationen in Berührung kommen, die ihn bereichern werden." Die Details seiner Arbeit in der Einrichtung wurden mit Berlusconi und den Sozialarbeitern besprochen, die ihn betreuen. Die Verwaltung sei in der Lage, mit den organisatorischen Problemen umzugehen, die mit Berlusconis Anwesenheit verbunden seien, so Pigni.

Berlusconi wird einmal pro Woche gemeinnützige Arbeit leisten, die ihm als alternative Maßnahmen zum einjährigen Hausarrest gewährt wurde. Der Chef der Oppositionspartei Forza Italia war im vergangenen August zu vier Jahren Haft wegen Steuerbetrugs verurteilt worden, die Strafe war wegen einer Amnestie auf ein Jahr reduziert worden. Wegen seines Alters muss der 77-Jährige nicht in Haft. (APA, 8.5.2014)

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