T-Mobile musste kräftig Federn lassen

8. Mai 2014, 11:25
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Kundenzahl um 0,4 Prozent gestiegen - Branchenweit deutlicher Rückgang bei SMS

Die Handynetzbetreiber haben einen sehr harten Start ins heurige Jahr hinter sich. Nachdem Marktführer Telekom Austria heute, Donnerstagfrüh, ein deutlich rückläufiges 1. Quartal vermelden musste, publizierte auch die "Nummer 2", T-Mobile Austria, deutlich sinkende Zahlen. Das Betriebsergebnis (Ebit) brach um 29,7 Prozent auf 11,6 Mio. Euro ein.

Ergebnis und Umsatz rückläufig

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) gab um 20 Prozent auf 44 Mio. Euro nach. Der Umsatz war um 5,4 Prozent rückläufig (192 Mio. Euro). Die Kundenanzahl konnte im ersten Quartal 2014 auf 4,105 Millionen (plus 0,4 Prozent) ausgebaut werden. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde lag auf Vorjahresniveau bei 14 Euro im Monat. Zum Vergleich: Bei der Telekom lag er bei 15,2 Euro.

T-Mobile Austria-Chef Andreas Bierwirth führt - ebenso wie Telekom-Boss Hannes Ametsreiter - die Rückgänge zu einem erheblichen Teil auf regulatorische Maßnahmen zurück - wie etwa die Senkung der Roaminggebühren. "Zusätzlich wirkt der Rückgang variabler Umsatzbestandteile wie variable Sprach- und SMS-Umsätze", so Bierwirth in einer Aussendung.

Neue virtuelle Netzbetreiber

In der zweiten Jahreshälfte 2014 wird in der Branche mit dem Einstieg von sogenannten "virtuellen" Netzbetreibern ("MVNO") gerechnet. Sie nutzen die Netz-Infrastruktur bestehender Betreiber, arbeiten aber auf eigene Rechnung. Das internationale Beratungsunternehmen Arthur D. Little erwartet sich daraus mehr Wettbewerb und somit wieder sinkende Tarife.

Als MVNO scharren bereits die Firma Ventocom des ehemaligen tele.ring- und Orange-Chefs Michael Krammer sowie der Wiener Kabelnetzbetreiber UPC und das Wiener Technologieunternehmen Mass Response in den Startlöchern. Auch der Lebensmitteldiskonter Hofer arbeitet an einem eigenen Produkt, nachdem die Kooperation mit A1/Yesss! beendet wurde. Wann sie starten, wollen sie aber aus Wettbewerbsgründen nicht verraten.

Vorbereitungen bei UPC auf Hochtouren

UPC-Sprecher Siegfried Grobmann meinte auf APA-Anfrage: "Die Vorbereitungen auf den Markteinstieg als Mobilfunkanbieter laufen bei UPC auf Hochtouren und wir liegen sehr gut im Zeitplan. Leider können wir auch aus Wettbewerbsgründen noch nicht sagen, wann und mit welchen Angeboten wir auf dem Mobilfunkmarkt auftreten werden." (APA, 8.5.2014)

  • Auch T-Mobile musste Federn lassen.
    foto: ap/stead

    Auch T-Mobile musste Federn lassen.

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