27 Kilogramm Gold aus Schiffswrack geborgen

Ansichtssache7. Mai 2014, 19:01
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Tampa - 1853 stach der Raddampfer "SS Central America" erstmals in See und befuhr in der Folgezeit 43 Mal die Strecke zwischen Panama und New York. Passagiere beförderte er ebenso wie Gold, das während des kalifornischen Goldrauschs abgebaut worden war. Auch am 12. September 1857 war die "Central America" mit einer solchen gemischten Ladung unterwegs, als sie vor der Küste von South Carolina in einen Hurrikan geriet und sank. Da nur ein Viertel der etwa 600 Menschen an Bord gerettet werden konnte, gilt der Untergang der "Central America" als eines der größten Schiffsunglücke der Geschichte.

foto: ap photo/courtesy odyssey marine exploration inc.

1988 konnte das Wrack von einer Expedition in über zwei Kilometern Tiefe lokalisiert werden. Von speziellem Interesse waren die 13,6 Tonnen Gold, die das Schiff auf seiner letzten Fahrt transportiert hatte. Ein Teil des Goldes konnte in den Folgejahren geborgen werden, danach wurde das Wrack für zwei Jahrzehnte nicht mehr aufgesucht.

Erforschung und Bergung

Mittlerweile hat das Unternehmen "Odyssey Marine Exploration" aus Tampa, Florida, eine Exklusivlizenz für weitere Tauchgänge. Bei einer solchen Tauchfahrt konnten nun 27 Kilogramm Gold  - fünf Barren und zwei in den 1850er Jahren geprägte Münzen - geborgen werden, wie der "Scientific American" berichtet. Daneben fand das ferngesteuerte Unterwasserfahrzeug "Zeus" auch einige andere Hinterlassenschaften - sowie die Überreste des Experiments einer vor 20 Jahren durchgeführten wissenschaftlichen Tauchexpedition.

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foto: ap photo/courtesy odyssey marine exploration inc.

Wieviel Gold das Wrack noch enthält und welchen Wert es hat, lässt sich laut "Odyssey Marine Exploration" nicht genau sagen. Das Unternehmen möchte aber damit fortfahren, die Unglücksstelle zu dokumentieren und letztlich auch eine vollständige Bergung des Wracks vorzubereiten. (jdo, derStandard.at, 7. 5. 2014)

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