Zehn Jahre Haft und tausend Peitschenhiebe für saudi-arabischen Aktivisten

7. Mai 2014, 18:59
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Liberaler Menschenrechtler muss zudem hohe Geldstrafe zahlen

Riad - Wegen Beleidigung des Islams hat ein Gericht in Saudi-Arabien einen Menschenrechtsaktivisten zu zehn Jahren Haft und tausend Peitschenhieben verurteilt. Der Gründer der Organisation Liberales Saudi-arabisches Netzwerk, Raef Badaui, müsse zudem eine Strafe von umgerechnet 194.000 Euro zahlen, sagte die Vorsitzende des Netzwerks, Suad Schammari, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

Der Aktivist war im Juni 2012 festgenommen worden. In erster Instanz wurde er im Juli vergangenen Jahres zu sieben Jahren Gefängnis und 600 Peitschenhieben verurteilt. Die Behörden verboten ein vom ihm betriebenes Internetportal, in dem er vor allem die saudi-arabische Religionspolizei kritisiert hatte. Das Portal ist aber weiter erreichbar.

Der Islam wird in Saudi-Arabien besonders streng ausgelegt, die Religionspolizei setzt die Gesetze in dem Königreich mit harter Hand durch. Kritiker bemängeln, dass vielfach nicht die Regierung, sondern religiöse Autoritäten das Sagen hätten. In den vergangenen Monaten wurden mehrere Menschenrechtsaktivisten strafrechtlich verfolgt und belangt. (APA, 7.5.2014)

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