Importstopp aus Moskau beunruhigt Rupprechter

7. Mai 2014, 22:22
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Minister schickt Beauftragten nach Moskau

Moskau - Ein lapidares Fax aus Moskau sorgt für Aufregung in Wien: Die russische Verbraucherschutzbehörde hat 15 Fleischerei- und Molkereibetriebe aus Österreich vorübergehend für den Import gesperrt. Begründung: Während einer Inspektionstour zwischen dem 10. und 21. Februar seien Mängel festgestellt worden. Laut Webseite der Veterinärbehörde Rosselkhoznadzor sollen vorgesehene Prozeduren bei der Kontrolle von Schweinehälften oder Desinfizierungsmaßnahmen in Umkleideräumen nicht eingehalten worden sein.

Allerdings hätte auch Österreich schon längst reagieren können. Das Fax stammt vom 22. April, der Importstopp trat am 6. Mai in Kraft. Dazwischen gab es ein Treffen der Chefveterinärinspekteure beider Länder Jewgeni Nepoklonow und Ulrich Herzog - offenbar ohne, dass das Thema angeschnitten wurde. Nun will Agrarminister Andrä Rupprechter einen früher in Russland tätigen Attaché als Sonderbeauftragten nach Moskau schicken, um die Lieferungen wieder in Gang zu bringen. Rupprechter nannte es in einem TV-Interview "beunruhigend", wenn ein wichtiger Absatzmarkt wie Russland die Lebensmittelimporte stoppe. Geklärt werden soll auch, ob die Maßnahme im Zusammenhang mit den Spannungen zwischen Russland und der EU wegen der Ukraine stehe, fügte er hinzu. (ab, DER STANDARD, 8.5.2014)

  • Der russische Bescheid, der den Import-Stopp über 15 österreichische Unternehmen verfügt.

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