Halbes Jahr nach Taifun "Haiyan": Zwei Millionen ohne stabile Häuser

7. Mai 2014, 16:00
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Noch viel Wiederaufbauarbeit notwendig - Hilfsorganisationen in Österreich rufen weiter zu Spenden auf

Manila/Wien - Zwei Millionen Menschen auf den Philippinen leben ein halbes Jahr nach dem Wirbelsturm "Haiyan" vom 8. November 2013 ohne dauerhafte, stabile Unterbringung. Das berichtete CARE Österreich am Mittwoch in einer Aussendung. Diese Personen seien schutzlos den nächsten Wirbelstürmen ausgeliefert. CARE und andere Hilfsorganisationen riefen daher weiterhin zu Spenden für die notleidende Bevölkerung auf.

"In der jetzigen Phase geht es vor allem um einen langfristigen Wiederaufbau und Schutz vor weiteren Katastrophen", hielt World Vision Österreich fest. Das beinhalte Unterkünfte, sicheren Lebensunterhalt für Familien, Wasser und Hygiene, Bildung und andere notwendige Infrastruktur für Gemeinden. In allen diesen Bereichen fehle es nach wie vor an grundlegenden Dingen.

Unter den 14 Millionen von der Katastrophe betroffenen Menschen waren 5,9 Millionen Kinder, erläuterte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) ebenfalls in einer Aussendung. Mit den Nothilfeprogrammen seien Seuchen und Mangelernährung verhindert worden, es gebe aber noch viel zu tun, berichtete Lotta Sylwander, Leiterin der UNICEF-Büros auf den Philippinen.

Errichtung sturmsicherer Häuser

Noch immer sei vor allem auf den Inseln Leyte und Samar vieles im Argen, so auch die Diakonie Katastrophenhilfe, die dort seit sechs Monaten Not- und Wiederaufbau-Hilfe leistet. Ein besonderer Schwerpunkt liege auf der Wiederherstellung der Lebensgrundlagen der Menschen. Fischer hätten keine Boote mehr und Bauern ihre gesamte Ernte verloren. Auch sturmsichere Häuser sollen in dem Gebiet errichtet werden.

"Haiyan" war laut Meteorologen mit Windböen bis zu 380 km/h möglicherweise der stärkste Sturm, der je auf Land traf. Mehr als 6.000 Menschen starben. Rund vier Millionen Menschen wurden obdachlos, 14 Millionen waren von den Auswirkungen des Taifuns betroffen. (APA, 7.5.2014)

  • Aufräumarbeiten im Februar 2014.
    foto: ap/bullit marquez

    Aufräumarbeiten im Februar 2014.

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