Südsudan: Gespräche zwischen Präsident und Rebellenführer am Freitag

7. Mai 2014, 14:47
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Direkte Verhandlungen am Freitag in Äthiopien - Sollen zu einer "politischen Lösung der Krise" beitragen

Juba/Addis Abeba - Nach monatelangen Kämpfen im Südsudan treffen Präsident Salva Kiir und Rebellenführer Riek Machar nach Angaben von Vermittlern am Freitag in Äthiopien zu direkten Gesprächen zusammen. Vermittler der ostafrikanischen Staatengruppe IGAD erklärten am Mittwoch, das Treffen in Addis Abeba werde zur Beilegung der tödlichen Gewalt und zu einer "politischen Lösung der Krise" beitragen.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hatte am Dienstag während eines Besuchs in der südsudanesischen Hauptstadt Juba mitgeteilt, Machar habe direkten Gesprächen mit Staatschef Kiir zugestimmt. Kiir hatte bereits vergangene Woche seine Teilnahme an geplanten Friedensgesprächen zugesagt. Ban zufolge war offen, ob Machar es so schnell nach Addis Abeba schaffen werde. Er befinde sich in einer "sehr entlegenen Gegend". Nachdem die Armee am Wochenende das Hauptquartier des Rebellenführers erobert hatte, war dieser an einen unbekannten Ort geflohen.

Die politische Rivalität zwischen den beiden Politikern wird dadurch verschärft, dass sie unterschiedlichen Volksgruppen angehören. Seit Beginn der Kämpfe im vergangenen Dezember wurden tausende Menschen getötet. Mehr als 1,2 Millionen Zivilisten befinden sich auf der Flucht.

Der Südsudan ist erst seit Mitte 2011 unabhängig vom Sudan. Ein seit langem schwelender Machtkampf zwischen Präsident Kiir und seinem ehemaligen Stellvertreter Machar war vergangenen Dezember eskaliert. Kir gehört der Volksgruppe der Dinka an, Machar derjenigen der Nuer. (APA, 7.5.2014)

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